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Wie man Kriege provoziert…

3. März 2014

Vorwärts und nicht vergessen!

UkraineNaziAufmarschDie Ukraine war bis vor kurzem ein relativ stabiler Staat – bis ihr demokratisch gewählter Präsident es wagte, nicht mehr uneingeschränkt mit der EU kooperieren zu wollen und stattdessen eine Annäherung an Russland einleitete. „Europa“ ließe sich das nicht gefallen, tönte daraufhin der selbsternannte Lautsprecher der EU, Frank-Walter Steinmaier.

Was ihn legitimierte, für „Europa“ zu sprechen, blieb dabei im Dunkeln. Irgendwie gehören zu Europa ja auch noch Länder, die nicht in der EU sind, beispielsweise die unbotmäßige Schweiz, die im Kleinen das beschlossen hat, was die große EU schon lange praktiziert, nämlich ihre Grenzen dicht zu machen und den Rest der Menschheit samt der Menschlichkeit außen vor zu lassen.  Schweizer Käse also, aber da ist ja auch schon der Bannstrahl „Europas“ unterwegs und die Schweiz wird sich noch wundern, was unserem Spezialdemokraten Steinmaier und seinem „Europa“ so alles einfällt, um sie wieder auf Linie zu bringen.

„Europa“ jedenfalls ließ seine…

Ursprünglichen Post anzeigen 484 weitere Wörter

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7 Kommentare leave one →
  1. 3. März 2014 10:28

    Die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit Nazis ist unverzeihbar und zeigt den Charakter des ukrainischen Aufstandes. Man frägt sich war es naiv oder kalkuliert von Europa und Deutschland seine Arme Richtung Kiew auszustrecken. Es wäre ein Wunder gewesen wenn Putin einfach nur zugesehen hätte.

    Die Nazis von der Svoboda und die anderen antisemitischen Bandera-Anhänger haben mit Hilfe von EU Deutschland einen gewählten Präsidenten gestürzt. So unsympathisch der sein mochte und so viele Menschenrechtsverletzungen Putin zu verantworten hat. Dieser Pakt mit antisemitischen Nazis hat Putin zu einem moralischen Sieg verholfen.

    Und was ist das Ergebnis? Die Ukraine steht vor einem Bürgerkrieg, ukrainische Soldaten und Offiziere laufen auf der Krim zu den Russen über, im Osten der Ukraine wehen in großen Städten bereits russische Fahnen.

    Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Ukraine in zwei oder drei Teile aufgeteilt. Man kann nur hoffen dass dies möglichst friedlich geschieht und es zu keinem Krieg kommen wird.

  2. 3. März 2014 18:23

    Steinmeier und auch die EU (insofern spricht er durchaus für „Europa“) werfen den Russen Einmischung vor. Wenn sich anderswo von anderen eingemischt wird, haben dieselben Leute manchmal durchaus nichts dagegen (auch wenn der Ort viele tausend Kilometer weiter entfernt ist), ja, oft werden sogar ebenfalls Truppen entsandt.

    Hermanitou: aber vergleiche den Maidan net mit İstanbuls Taksim. Dort sitzen die Unterdrücker anderswo.

    • 4. März 2014 06:26

      Istanbuls Taksim ist was Anderes – klar. Aber auch dort instrumentalisiert die westliche Presse die demokratischen Demonstranten für den Zweck, Resentiments gegen den Islam zu schüren. Leider.

      • 4. März 2014 08:50

        Mit Deiner Analyse des Westens geb ich Dir vollkommen recht.
        Was anderes: Der Maidan, seine Nationalisten und auch Faschisten, haben meines Erachtens der weltweiten Demokratiebewegung einen Baerendienst erwiesen. Überall setzt die Staatsmacht, setzen auch Diktatoren aller Coleur die Polizei inzwischen gegen die eigene Bevölkerung ein, wo sie doch eigentlich zum Schutz derselben da ist. Das hat dem Maidan den Touch der Freiheit verliehen. Dabei geht vergessen, wie London und New York ihre Polizei, wogegen Merkel und Hamburgs Regierungschef ihre Hundertschaften einsetzen.

  3. 3. März 2014 18:30

    Im Tauziehen um die derzeit nicht geografisch, sondern nur ideologisch zerteilte Ukraine, zwischen der Europäischen Union und Russland, wähnte sich die EU bereits als Sieger, als Janukowytsch gen Russland „abreiste“. Doch der europäische Jubelschrei (König Pyrrhos lässt grüßen: „„Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“) könnte zum Entsetzensjammer über die rein westukrainische Fürsorgepflicht für das „nationalistische Armenhaus“ der Ukraine mutieren, wenn es zu einer nicht unwahrscheinlichen Teilung des Landes kommen sollte. Tendiert doch die Bevölkerung der reicheren Ostukraine mit seinem Krimer-Filetstück eher zu Russland, denn zur gemeinsamen Sache mit den traditionell militanten und russophoben Nationalisten des Westens. Eher als auf der Verlierer-Straße befindet sich Putin also in Falle einer ukrainischen Teilung in einer Win-Win-Situation, denn entweder wird sich der wirtschaftliche Ost-Partner durch eine Abspaltung des insolventen Westens pekuniär aufkonzentrieren und so für sprudelnde russische Geschäfte sorgen, oder er wird sich Russland sogar ganz, inklusive der Krim anschließen. Ob den Europäern die Einbringung nationalistischer Gesinnung ins EU-Parlament als Rückzahlungsmittel für die erforderlichen Wirtschaftshilfen für die westliche Restukraine genügen wird, darf bezweifelt werden. Doch dürfte es noch das kleinere Übel sein, wenn der von der Konrad-Adenauer-Stiftung glänzend eingeleitete Fischzug „nur“ leer ausgeht und stattdessen kein „Unternehmen Barbarossa“ erwächst. Wer mit der „Wolfsangel“ fischt, muss mit allem rechnen!

  4. 4. März 2014 10:24

    Interessant die Berichterstattung über die Krimtataren: plötzlich sind sie die „guten“ Moslems, die sich gegen die „bösen“ Russen notfalls mit blosser Faust verteidigen werden (Tagesschau)

  5. 5. März 2014 17:43

    Nachdem nun im Kiewer Rathaus das Konterfei des antisemitischen Nazi-Verbrechers Bandera hängt, besuchte Marina Weisband von der “Piratenpartei” diesen Ort der befreiten Zone.

    Die Fahnen der Legion ukrainischer Nationalsozialisten wirken zwar etwas irritierend auf den deutschen Friedensfreund. Manch einer könnte gar meinen Theodor Oberländers “Nachtigallen” waren unter Umständen zu pro-europäisch.

    Unter den Vereinsflaggen und Bildern antisemitischer Schlächter von den Nachtigallen bis Bandera sitzt jedenfalls Frau Weisband, die mittlerweile in vielen Talkshows zur Ukraineexpertin avancierte, und erklärt uns was gesunder Nationalismus ist, der zwar problematisch sein kann, wenn man aus Deutschland kommt, aber sie selbst hat hier noch keinen Antisemitismus erlebt.

    Dann ist doch alles prima und vielleicht wird Frau Weisband mal Vertriebenenministerin.

    Vorhin geschrieben in:

    http://thinktankboy.wordpress.com/2014/02/28/ukrainisches-roulette/

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