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Militarismus und Nationalismus: UEFA-EM

22. Juni 2016

Vorwärts und nicht vergessen!

soccer-34248_1280.pngEM-Krawalle breiten sich aus, meldete die Presse und: Fünf Verbände stehen unter Beobachtung, weil sich ihre „Fans“ besonders schlimm aufführen würden. Das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit, denn die UEFA selbst schürt seit Jahren den Nationalismus und sorgt mitsamt Presse und Fernsehen dafür, dass der Fussball sich nicht völkerverbindend, sondern in Nationalsiegen oder Niederlagen auf dem Spielfeld und drumherum definiert.

„Stimmungsvolle Nationalhymnen“ werden wir hören, schmachtete Tom Bartels gestern beim Spiel Nordirland-Deutschland in sein Mikrofon und: Wie immer könne man den Inhalt der Nationalhymnen auf Videotext mitlesen (und mitgrölen?)  Und im Vorfeld wird der unsäglich-unerträgliche deutsche Schlagersänger Grönemeyer mit seiner mehlig-abgehackten Stimme vor die Kameras geführt und darf dort dann hoffen, dass die Nordiren unserer Mannschaft  „nicht so schlimm auf die Knochen gehen“. Der Mann hat ja auch gar keine Vorurteile. Seine selbst auferlegten Denkbarrieren fangen schon mit den billigsten Schubladen, die man im Hirn hat, an, nämlich…

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  1. 26. Juni 2016 13:19

    Sehe es ähnlich, Inklusion hat Exklusion zur Folge, wenn ich`s in einem Satz beschreiben sollte. Was wir seit Existenz des Spieles als Spielfeld sehen, ist ein Platz mit klaren Grenzen, innerhalb dessen die „Heimmannschaft“ oder „unsere Truppe“ dem „Gegner“ in Kriegs-erinnernder Situation gegenüberstehen, mit aller Kriegsterminologie, vom „Schießen“, „Bomben“ angefangen, bis „gegnerische Verteidigungsfront“, „Abwehrschlacht“, „Eifer des Gefechts“, „Schlachtenbummler“ usw. Die Zeiten des Proletarier-Sport „Fußball“ sind ohnehin „Tempi passati“, die „Verdinglichung“ ist weit fortgeschritten. Von „Großkapital“ würde ich zwar nicht sprechen, weil ich denke, dass alle „Mitspieler“ beim Kapital-ismus sich eben nur mehr oder weniger in dessen Gesetzlichkeiten bewegen und Kapital eben nur im marx`schen Sinn akkumulierte Arbeit ist. Ein weiterer Aspekt wäre, dass Fußball immer noch rein patriarchal gedacht wird. Hier gibt es nicht Männerfußball und Frauenfußball, sondern nur Fußball, der selbstredend Männerfußball ist, und Frauenfußball, der anfangs verboten, seit etwa den 50er Jahren dann erlaubt war, als Abart davon.

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