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Die Hagia Sofia betreffend:

7. August 2020

Nicht, dass das Thema mich besonders erschütterte, obwohl ich alte Gebaeude jeglicher Couleur sehr liebe und auch eifrig aufgesucht habe.

Das von ökonomischer und systemischer Krise ablenkend sollende, scheinbar marginale Ereignis hat sich für uns aus mehreren Gründen als ein Schuss, der nach hinten losging, erwiesen:
1. Hatte es auf die hiesige Bevölkerung nicht die Wirkung, die sich Regierungskreise und selbst höchste Machthaber von ihm erhofft haben. Ein Mufti Ali Erbaş mit dem Schwert in der Hand hat selbst im Land polarisierend gewirkt und nahezu zu Aufruhr geführt. Der Termin 24. 7. (Jahrestag des Vertrags von Lausanne) als Zeitpunkt des ersten Gebets gewaehlt, war ebenfalls kontraproduktiv.
2. Überall in der Welt hat der Vorgang schockiert. Die Variante vom Dschihad als primaere Aufgabe des Islam, von muslimischen Wissenschaftlern und Scholaren mühsam aufgeweicht, hat sich aufs neue erhaertet. Einen Türken als Kalifen? Da seien die Araber vor.
3. Die Bestimmung von Gebaeuden aendern ist heikel. Was werden Muslime sagen, wenn Israel die Al-Aksa Moschee zum „Zweiten Tempel“ umwidmet? Oder die Moschee in Köln plötzlich Fundbüro wird?
4. Die ökonomische Krise im Land wird befeuert. Die türkische Lira, schon vorher auf Rekord-Tief, faellt gegenüber dem Euro und dem doch selbst grad schwachen Dollar rasant weiter. Das ist nicht Vermutung, sonden Fakt. (8.8.2020: 1€ = 8.&0₺)

Alles in allem: „Schwaches Bild, Catilina!“

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