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Kasperletheater oder: Wer wählte Steinmaier?

14. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Sie kapieren es nicht, sie können oder wollen es nicht kapieren, es ist ihnen auch egal und es geht ihnen am Arsch entlang. Die Bundesversammlung vom Sonntag mit dem bereits vorher feststehenden, bisher schlechtesten Außenminister der BRD, Steinmaier als Gewinner war erneut ein schlecht gespieltes Kasperletheater.

Das Beste daran zuerst: Der bisherige Präsident Guck, der  „im Sinne des Stasi-Unterlagengesetzes“ gerichtsfest als ein „durch die Staatssicherheit Begünstigter“ bezeichnet werden darf (Landgericht Rostock vom 22.07.2000) bleibt uns künftig mit seiner Scheinheiligkeit erspart.

Dafür wurde am 11.11. (um 11 Uhr 11?) 2016 im Bundeskanzleramt Frank-Walter Steinmaier von genau drei deutschen Politikern erwählt, ernannt, bestimmt und ausgekungelt:

  • Merkel, Gabriel und Seehofer waren die dort tagende Bundesversammlung.

Und Steinmaier, ein Mann ohne Skrupel, aber mit Nierenspende, steht für den hässlichen ideal-gesamtdeutschen Prototyp: Menschenrechte nach innen und außen sind ihm egal, das Geschäft der Rüstungsindustrie muss wie geschmiert laufen und unbotmäßige Regierungen werden destabilisiert und in…

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Entfesselter Lothar, maasloser Heiko

2. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

octopus-1220817_1280.pngIm Science-Fiction Thriller „Minority-Report“ wird auf beklemmende Weise geschildert, wie „Gefährder“ und ihre möglichen kriminellen Taten durch drei Hellseher erkannt werden.Namen von Täter und Opfer werden in Holzkugeln graviert. Auch der Zeitpunkt der zukünftigen Morde ist bekannt. Weiterhin kann die Polizei die Bilder ihrer Visionen heranziehen, um die (zukünftigen) Täter zu ermitteln. Diese werden verhaftet und ohne Prozess in „Verwahrung“ gebracht, einen künstlich herbeigeführten Zustand ständiger Bewusstlosigkeit.

Das ist Hollywoods Vorlage für die vom Bundeskabinett nun beschlossene Sicherheitsverwahrung durch elektronische Fussfesseln für „Gefährder“, also Menschen, die kein Verbrechen begangen haben aber denen die Polizei unterstellt, dass sie es tun könnten. 

Statt drei hellsehenden Medien setzt die Polizei bei der Einstufung von Menschen als Gefährder auf die Software „Radar“:

Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung werden seit einigen Monaten bereits verschiedene Landespolizeibehörden an einer Software geschult, die die Einstufung der Gefährlichkeit einer Person objektivieren soll. Das Programm heißt „Radar“…

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Mythologie des Alltags: der Teppich

10. September 2016
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Der Teppich stammt aus dem Osten. Als “Fliegender Teppich” gelangte er aber, wie auch Kaffee, weit in den Westen hinüber. Die übliche Erklȁrung für den Nutzen des Teppichs ist der Schutz vor Kȁlte, so wurde er sowohl am Boden ausgebreitet, als auch für Wȁnde, Türrahmen und den Diwan verwendet. Aber schon der Teppich als Sattel fürs Reittier und dann der Gebetsteppich – sowie andere zeremonielle Teppiche – weisen über den einfachen Nutzen hinaus. Ich vermute, der Teppich ist die erste Abgrenzung vom universalen Erdreich, er macht die Jurte erst zum Stammesbesitz, zum Sippeneigentum, zum Familienzelt. Was mit einem Teppich bedeckt ist, muss heilig sein? Ganz besondere – hier meist geometrische – Muster sind in ihn eingeknüpft oder – gewebt, vielleicht ist es die Geschichte der Menschheit auf ihrem Weg zur Individualisierung? Aber wir lesen den Teppich nicht wie ein Buch mit Auge und Ohr, wir lesen ihn mit den Füssen! In jedem Fall ist er ein ganz entscheidendes Attribut menschlicher Kultur.

Von Frauen und Mȁdchen gestaltet und gefertigt – die Mȁnner sitzen derweil im Kaffeehaus auf selbigen – ist jedes einzelne Teppichmuster traditionell vorgegeben und über Jahrhunderte gleichgeblieben. Penelope allerdings trennt das tagsüber gefertigte – auch da sitzen die “Freier” derweil im Kaffehaus, der Mann Odysseus ist weit weg mit der Eroberung Trojas und der Erfindung des Würfel- und Brettspiels beschȁftigt – über Nacht wieder auf. Der Beginn einer Individualisierung wird da vorgezeichnet……

Doch halt! Erstmal das Paar und erst dann die/der Einzelne:

Ein alter Tibetteppich

Deine Seele, die die meine liebet,
Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.

Strahl in Strahl, verliebte Farben,
Sterne, die sich himmellang umwarben.

Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit,
Maschentausendabertausendweit.

Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron,
Wie lange küßt dein Mund den meinen wohl
Und Wang die Wange buntgeknüpfte Zeiten schon?

(Else Lasker-Schüler)

Aber auch der Westen braucht Teppiche. Schon zu Beginn der Neuzeit gilt der Teppich als Luxussymbol, er wird bis ins fernste Ozeanien hinein (mit Zwischenlager etwa in der Hamburger Speicherstadt) gehandelt. Noch immer werden die Busse voller Touristen hier nicht nur zu den Ausgrabungen von Ephesus, sondern danach auch zu einem Teppichgrosshandel gekarrt.

hali

Also (Achtung, Klischee!): Mȁnnlicher, westlicher Verstand bringt uns Aufklȁrung und Wissenschaft (Die gesamte wissenschaftliche Publikation aller muslimischen Lȁnder reicht nicht an die von nur einem “westlichen” Land heran). Der Osten aber ist mit den Füssen weise J

Ein Orientale würde zu westlichen Intellektuellen und Wissenschaftlern “die heben ja ab in ein Wokenkuckucksheim” sagen, und würde ihnen raten “auf dem Teppich zu bleiben”.

siehe auch:

https://remainsofthedayblog.wordpress.com/2016/09/10/mythologie-des-alltags-der-teppich/

 

Militarismus und Nationalismus: UEFA-EM

22. Juni 2016

Vorwärts und nicht vergessen!

soccer-34248_1280.pngEM-Krawalle breiten sich aus, meldete die Presse und: Fünf Verbände stehen unter Beobachtung, weil sich ihre „Fans“ besonders schlimm aufführen würden. Das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit, denn die UEFA selbst schürt seit Jahren den Nationalismus und sorgt mitsamt Presse und Fernsehen dafür, dass der Fussball sich nicht völkerverbindend, sondern in Nationalsiegen oder Niederlagen auf dem Spielfeld und drumherum definiert.

„Stimmungsvolle Nationalhymnen“ werden wir hören, schmachtete Tom Bartels gestern beim Spiel Nordirland-Deutschland in sein Mikrofon und: Wie immer könne man den Inhalt der Nationalhymnen auf Videotext mitlesen (und mitgrölen?)  Und im Vorfeld wird der unsäglich-unerträgliche deutsche Schlagersänger Grönemeyer mit seiner mehlig-abgehackten Stimme vor die Kameras geführt und darf dort dann hoffen, dass die Nordiren unserer Mannschaft  „nicht so schlimm auf die Knochen gehen“. Der Mann hat ja auch gar keine Vorurteile. Seine selbst auferlegten Denkbarrieren fangen schon mit den billigsten Schubladen, die man im Hirn hat, an, nämlich…

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Ehre weiblich und Ehre mȁnnlich

1. Juni 2016
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Zu allen Zeiten konnten Mȁnner im Kampf viel Ehre gewinnen. Nur ein Feigling weigert sich, zu kȁmpfen oder desertiert aus der Armee. In den Krieg zu ziehen aber war und ist ehrenhaft (siehe Kriegsgefallene und deren Grȁber oder Denkmȁler – in Hamburg sah ich eines aus dem Ersten Weltkrieg: “Deutschland muss leben – und wenn wir sterben müssen!”). Warum ziehen Mȁnner in den Krieg? Um ihre Frauen und Kinder zu schützen.

Frauen aber kȁmpfen nicht. Sie kochen Linsensuppe. Ihre Ehre liegt nicht in Kampf und Krieg, sie ist – zwischen ihren Beinen. Unter allen Umstȁnden sollten sie treu sein. Oh Unglück, wenn ein Liebhaber gefunden, oh Katastrophe, wenn daraus eine Schwangerschaft entsteht! Ein solches Weib muss sterben. Am besten von eigener Hand oder der des Bruders. Ich rede gerade nicht von der Steinzeit. Leider ist diese Mentalitȁt durchaus auch im Heute verbreitet. In den 60ern des 20. Jahrhundets galt es in Deutschland noch durchaus als Schande, ein uneheliches Kind zu haben. Und wir wissen alle von Ehrenmorden….

Die Frauen und Töchter des Feindes aber zu vergewaltigen, ist natürlich in Ordnung.

Religion?

27. Mai 2016
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Zur Zeit steuern wir schnurstracks auf eine Konfrontation (der Zivilisationen? der Kulturen? der Religionen?) zwischen Ost und West zu. Mit Ost und West meine ich hier hauptsaechlich das „Christliche Abendland“ und die muslimischen Laender (Es gibt ja zum Glück noch Israel, Japan und China, die allesamt auch im Osten laegen). Im Westen reden rechte Populisten voller Wut gegen Muslime an, in den muslimischen Laendern herrschen seitens der Maechtigen Hassreden gegen die „westliche, technische Zivilisation“ vor (sofern sich da nicht Sunniten und Schiiten gegenseitig zerfleischen).

Aber ist das wirklich Islam gegen Christentum? Was hat die CDU, die Christlich-Demokratische-Union, die ja wohl weder christlich, noch demokratisch, noch uniert ist, mit den Bestrebungen „unseres Heilands“ zu tun? Ein Nebensatz in der Tagesschau, deren Nachrichten mich im allgemeinen nicht vom Hocker reissen,  machte mich stutzig: „Heute wurde in Leipzig der Katholikentag eröffnet, in einer Stadt, in der ja sehr wenige Christen leben.“ Und was haben die illegalen Interventionskriege des Westens im Irak und in Afghanistan mit Naechstenliebe zu tun? Jessas!

Andererseits: Kommen stehlen, bestechen, schmieren, sich bereichern, etwa als erstrebenswerte Ziele im Koran vor? Oder das Bauen von ebenso illegalen, gargantuesken Palaesten? Ist es möglich, dass hier bei uns ebenfalls sehr wenige Muslime leben?

 

Der Gaza-Streifen

3. Mai 2016
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Der Gaza-Streifen ist das einzige Stück Land der Erde, das mit “Streifen” bezeichent wird. Ansonsten gibt es nur Zebrastreifen, Streifenwagen und Streifenhörnchen. Was sagt der Zebrahengst zur Stute? Wenn ich dich nur seh‘, krieg ich Streifen… Doch zurück zum Gaza-Streifen. Dort herrscht in den Häusern und in den Hirnen die Hamas. Ihre Fahnen sind grün. Raketenstellungen stellen sie in den dortigen Kinderzimmern auf. Die Raketen fliegen bis Tel-Aviv. Pro Tag werden hunderte solcher Flugkörper abgeschossen. Einige kommen auch zurück, dazu israelische Panzer und Fusstruppen. Trotzdem konnte ein entführter israelischer Soldat für Jahre versteckt werden. Die Zeichen dort stehen eher auf Vernichtung denn auf Aufbau. Nur Kinderzimmer werden mit mühsam durch Tunnels geschmuggeltem Beton ausgebaut. Lieber sollte die Hamas genügend Kindertagesstätten errichten, aber das tun andere Länder ja schliesslich auch net.