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Grafitti

28. Januar 2014

Grafitti

Ich will über Grafitti schreiben, fange aber grade erst mit der Recherche an und würde Euch bitten, beizutragen. Hier, was ich bereits weiss:

1. Jede/r kennt sie

2. Grafitti bedecken einen grossen Teil des städtischen Baukörpers (d.h. feste Gebäude und fahrende Wagen – Waggons, Container und Kühllaster), die Verwandtschaft mit Body-Painting ist in der Mache oft unübersehbar und beabsichtigt. Grafitti sind wie ein Band, etwas über 2m hoch/breit. Das entspricht in etwa der Armreichweite eines stehenden Menschen.

3. Grafitti haben einen ziemlich einheitlichen Stil, in Farbe und Form gut zu erkennen, aber schwer zu beschreiben. Die Schrift ist grossflächig, den japanischen Mangas nachempfunden? Die Technik ist ausgereiftes Airbrush.

4. Jede/r Künstler/in hat einen spezifischen “tag”, der einer Unterschrift gleichkommt.

5. Die Mehrheit der Bevölkerung empfindet Grafitti als Schmierereien und Verunstaltung öffentlichen und privaten Eigentums. Sprayen ist gesetzlich verboten, weshalb der/die Sprayer/in im Verborgenen und vermummt, oft unter Gefahr, arbeitet. “Erlaubte” Grafitti, etwas in Kunstgalerien oder Freizeitheimen, verlieren daher etwas von ihrem Reiz. Oft sieht man Polizisten, verurteilte Straftäter oder andere Zivilpersonen beim mühsamen Reinigen von gesprayten Wänden oder Waggonflächen. Nicht nur darin hat das Grafitto eine Verwandtschaft mit Kloschreibereien.

6. Der Umsatz von Farbspraydosen, schwarzen Tüchern, Rucksäcken und dunkeln Kleidungsstücken steigt durch diese Kunst wesentlich an.

7. Ein Grafitto hat oft eine politische, gesellschaftliche oder zwischenmenschliche Aussage.

8. Grafitti verbinden Vandalismus und Kunst.

Nun bitte ich um Euer Wissen und Eure Meinung!

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2 Kommentare leave one →
  1. 28. Januar 2014 18:24

    Ich weiß nichts über Graffiti, was kann man auch schon „wissen“. Je nach Graffito, gäbe es Unterschiedliches zu „wissen“. Der Versuch, den Duft einer Rose zu beschreiben, muss mit einem sehr unzureichenden Resultat enden, so ist es bei Kunst im Allgemeinen. Wo die Kunst endet, ist ebenfalls nicht festzulegen. Einige Sprayer scheinen, Hunden ähnlich, statt „fischigen“ Hundeurin ihre je nach Lösungsmittel odorierte Farbe zur Markierung zu verwenden. Auch hier geht es wohl um so eine Art Distrikthegemonie. Der Übergang von der Markierung zur Kunst ist fließend. Den üblichen 3-D-Schriftzügen kann ich wenig abgewinnen, wobei, auf Zügen angebracht, werden diese erst zu Schrift-Zügen! Ich denke, die Triebfeder der meisten Graffiti-Künstler ist der Wille, mit ihrem „urbanen Bodypainting“ Farbe auf betonfarbene Trostlosigkeit zu bringen.

    lg LL

    • 30. Januar 2014 06:33

      „wobei, auf Zügen angebracht, werden diese erst zu Schrift-Zügen“ 🙂

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