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inklusiv und extraktiv am Beispiel Venedigs

14. Oktober 2012

Las einen Essay von Chrystia Freeland über Venedig, den Aufstieg der Stadt, seine Grösse, den schnellen Verfall: The self-destruction of the 1 percent, in der New York Times. Anhand der Lagunenstadt, deren Aufstieg und Fall, wird der Unterschied zwischen “inklusiven” und “extraktiven” Regierungen erklärt. Ich übersetze (einen Satz): “ Extraktive Staaten werden durch ihre herrschenden Eliten kontrolliert. Ihr Ziel ist es, so viel Reichtum wie möglich aus dem Rest der Gesellschaft zu saugen (zu extrahieren). Inklusive Staaten ermöglichen jedem/r die Teilnahme am ökonomischen Prozess…”

Inklusive Gesellschaften zeichnen sich oft durch allgemein grössere Wohlfahrt der Gesamtgesellschaft aus; extraktive Gesellschaften sind in einem Teufelskreis von immer grösserem Reichtum immer wenigerer Leute gefangen (Karl Marx: Der Kapitalismus trägt den Keim seiner eigenen Zerstörung in sich).

Mit Venedigs Macht und Reichtum ging es denn auch rapide bergab, sobald sich der Stadtstaat vom inklusiven zum extraktiven System wandelte. Anzeichen für diesen Wandel sind: Alles Geld in den Händen einer verschwindend kleinen Minderheit, Steuererhöhungen (hurra, FDP!, aber ohne Flachs: schaut euch das Programm dieser Partei genauer an!), mangelnde Investition in die Bildung, Exportüberschüsse, Verkauf des sogenannten Tafelsilbers etc…

Mit dem Essay wird vor allem auf die USA geblickt. Aber jeder kann fei seine eigene Regierung imaginiern.

Quelle:
http://www.nytimes.com/2012/10/14/opinion/sunday/the-self-destruction-of-the-1-percent.html?_r=1&pagewanted=all

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3 Kommentare leave one →
  1. 14. Oktober 2012 22:20

    http://rainerkuehn.twoday.net/stories/158961600/

  2. 15. Oktober 2012 16:35

    Das ist interessant, dieser Blick auf die USA. Und ich gestehe, ich schaue bange auf den Versuch der Mormonen, Reichen und Teepartyaner, den Obama aus dem Amt zu kegeln.

    • 16. Oktober 2012 12:17

      Ich schließe mich an. Sah letztens im Bildungsfernsehen eine schöne us-amerikanische Doku zu Mitt Romney und den Mormonen. Auch evangelikale Gegner kamen zu Wort. Ist bestimmt in irgendeiner Mediathek zu finden.

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