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Schweinchen Schlau

26. September 2012

Fett schwimmt bekanntlich immer oben – und ist bestrebt, oberflächlich zu bleiben. Daher ist es auch kein Wunder, daß der Kanzlerkandidat der SPD, Per Steinbrück, keinen Yota von seinem Vorbild, dem Verarmungskanzler Schröder, abweicht und die Agenda 2010 nun auch zur Agenda 2013 etcetera pepe wird.

Steinbrücks Ergüsse lesen sich erst mal wohlgefällig: Die Banken sollen für sich selber haften und einen eigenen Rettungsschirm finanzieren. Das klingt besser als bei Schäuble, Junker und Konsorten, die ja bekanntlich ihre Rettungsringe direkt von den Bewohnern der EU aufblasen lassen.  Doch das was das SOWOHL der Steinbrückspezialdemokratie. Das ALS AUCH entlarvt den Vorschlag als undurchführbar, denn „nur bei europaweiter Einführung“ funktioniert das Ganze. Das ist dann irgendwann in ferner Zukunft, denn die europaweite Regelung bedeutet immer das Verschieben zum Sankt-Nimmerleinstag.  Allenfalls Glühbirnenverbote und die Abschaffung von Plastiktüten lassen sich in einem Fünf-Jahres-Plan „europaweit“ umsetzen.

Und noch was:  Der steinbrück’sche Rettungsschirm wid dann von den bisher solide arbeitenden Sparkassen und Volksbanken finanziert und damit ist der Griff in die Taschen der Sparer elegant vollzogen.

Rentieren tut sich die Rente weiterhin nicht mehr:

Kandidat Steinbrück weiß zwar (denn so ignorant kann nicht mal er mit seiner stets nach oben gereckten Stupsnase wegschauen), daß bereits heute jede Menge alte Leute aufgrund der Rentenkürzungen verarmt sind und/oder demnächst verelenden, aber dem Schröder und seinem Sozialabbau bleibt er treuherzig bei der  Stange. Erst wenn die Rente „unter 43%“ falle, würden die Sozis zu kämpfen beginnen.

Kämpfende Sozis, das ist ja für weite Teile der Sozialdemokratie sowieso unvorstellbar. Da war doch mal etwas, da war doch mal etwas…?

Ach ja:

„Skatbrüder sind wir, die den Marx gelesen“

(spottete annodazumal Tucholsky) oder um ums mit Väterchen Franz zu sagen:

„Und wie ist das Gefühl,

wenn man so langsam, langsam, langsam

driftet nach rechts?“

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2 Kommentare leave one →
  1. 28. September 2012 12:17

    Schweinchen Schlau wird zwar Kanzlerkandidat, aber nach der Wahl nicht Kanzler.

  2. 1. Oktober 2012 18:40

    Steinbrück, Steinmeier, Steindemokratie:
    Nur werbeweiches Wasser kann da helfen …

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