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Griechenland (zum x-sten)

24. Mai 2012

Habe gestern (wegen Michalis Pantelouris) “Anne Will” gekuckt. Stöhn.
Ich unterteile hier mal in zwei Bereiche: a) polemische Bemerkungen, b) politische Analyse (naja, nach meinen Fӓhigkeiten)
a) Anne Will: wieder mal ihrer latenten “Fremdenfeindlichkeit” gewahr geworden. Und was sollte das Eingehen auf Lafontaines Karriere? Abrechnung mit dem Macho und seinem Bankentick?? Gegen Oskar kann man manches einwenden, naklar, aber die stӓndigen “hat wieder gekniffen”, “büxt aus”, “rennt davon”??: Gehirnwӓsche. Ich kenne Oskar net, habe mich aber lange (wochenlang) mit einer seiner Freundinnen unterhalten: er ist zumindest in sich konsistent, hat immer für das gestanden, was er halt ist. Das kann man net von jedem/r sagen….. Das Thema des Abends liess in keiner Weise Lafontain’sches erwarten….(nebenbei: Der Name ist super!)
Kramp-Karrenbauer: innerhalb ihrer Partei hatte ich sie bisher für …einigermassen ertrӓglich gehalten, immerhin ist sie ne Frau (und hat kurze Haare und nen korrekten Doppelnamen). Aber gestern: Enttӓuschung! Derselbe dumpfe Mainstream……
Pantelouris: Hat als einziger ansatzweise die eigentlich wichtige Thematik angesprochen: “Von Berlin sagen wir, es sei arm, aber sexy”….
b) Warum immer “Wir müssen denen helfen”? Sagt Bayern das über Bremen, finden wir es unterirdisch. Deutschland bestand dereinst aus einem Haufen von Kleinstaaten, hat sich mühsam zur Nation zusammengefunden (sollen wir das, nebenbei gesagt, begrüssen? Doch das wӓr ne andere Geschichte). Würden wir das Saarland wegen seiner Schulden (aus was auch immer) ausschliessen wollen? Würden die USA Kalifornien wegen seiner Schulden aus dem Dollar schmeissen? Das über die Mittelmeervölker stӓndig so geredet wird: “wir”, “die”, die sind ja faul und wir sind fleissig, exportorientiert und diszipliniert, ehm, zum Lohnverzicht geneigt,….puh, wir hӓtten ja gern mehr Kohle…., zeigt, dass die Idee Europa noch kaum vorhanden ist (ich spreche schon wie Helmut Kohl, smile).
Dann zum anderen: die Schulden der einen sind immer die Gewinne der andern. Warum ist die EU geschaffen worden: um dicke Geschӓfte zu machen, um zu exportieren! Die Thematik ist bekannt, wurde aber bei Anne Will höchstens gestreift (griechischer Rüstungsetat). “Die” hӓtten noch viel mehr schummeln können, “wir” hӓtten die trotzdem genommen. Wir brauchen ja Absatzmӓrkte.
Es wurde ein Trailer gezeigt: Umfrage bei Leuten im Badeanzug oder Bikini, wo sie denn diesen Sommer Urlaub machen tӓten? In Griechenland? (der Tourismus dort ist in diesem Jahr um 50% eingebrochen). Nein, bestimmt net! Die liegen uns nu lange genug auf der Tasche, langsam reichts, zudem ists dort zu unsicher, wir fliegen auf die Malediven (warum net nach Bahrain?). Die Griechen könnten uns ja mal einladen, bei alledem, was “wir” da schon an Mitteln reingesteckt haben. Schlimmste Stammtisch-Ansichten. Wer nӓhrt solche? “Solidaritӓt ist eben keine Einbahnstrasse”, sagt Kramp-Karrenbauer. Bevor ich sie mir aber als solche nicht auch einmal vorstellen kann, weiss ich nicht wirklich, was Solidaritӓt ist.
Naja: nu sind a) und b) polemisch geworden (gg).

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4 Kommentare leave one →
  1. 24. Mai 2012 16:50

    Als Lafo die Rüstungsgeschäfte ansprach haben alle genickt. Was hätten sie auch sonst machen sollen?
    Kramp-Karrenbauer ist aber auch ein Supername, fast so gut wie Meier-Müller.
    Ich hab mir 10 Minuten angesehen, dann musste ich umschalten.

  2. 24. Mai 2012 21:22

    Abschnitt b) Absatz 1: Gute alte Zeit, als Bananen noch gegen eine Birne gewechselt wurden. 🙂

  3. 28. Mai 2012 04:35

    Früher waren es die Italiener – nahmen uns die Frauen weg mit ihrem Geschmalze, heute sind es die Griechen, Spanier, Portugiesen, Iren und Belgier, demnächst die Franzosen mit dem Holländer als Präsident. – Kruzitürken aber auch!

  4. 30. Mai 2012 16:58

    Durch die Blume kommentiert:
    [ comments 1 ]
    Grundgütiger schrieb am 30.05.2012 um 09:35
    Die führende wirtschaftliche Stellung der Deutschen innerhalb der EU beruht nicht auf lyrischen Fähigkeiten. Da sei Homer vor.
    Es ist schlichter, niedrige Löhne sind ein Ausgangspunkt für wirtschaftlichen Erfolg, selbstverständlich gemixt mit anderen Gemeinheiten.
    Was jetzt den Griechen die Tränen in die Augen treibt, jedenfalls der grossen Masse, wird ein Konsolidierungsprogramm sein, das bis zum Hunger führen wird.
    Aber dabei wird es nicht bleiben, Spanien meldet soeben seine Teilnahme an, dicht gefolgt von Italien. Sogar der Franzos, dieser Luftikus, ist näher dran, als er glaubt.
    Und so werden sie immer weniger, die Konkurrenten auf dem Weltmarkt. Alle besiegt, ohne einen einzigen Schuss.
    Das muss uns erstmal einer nachmachen!
    Diese Trottel sind alle jahrelang auf unser Gesäusel rein gefallen, haben uns jeden Scheiss abgekauft.
    Haben sich beim unterschreiben von Kreditveträgen gegenseitig geschupst, ich zuerst.
    Das haben sie jetzt davon.
    Aus dem größten Nettoeinzahler ist der einzige Gewinner der EU geworden. Deutschland.
    Das reicht dem Sarrazin aber noch nicht. Er will anstrengungslosen Wohlstand.
    Natürlich nicht für alle. Sie müssen schon deutsch sein, und bitteschön nicht auf Hartz 4.
    Tja,“freedom of speech“ wer hat eigentlich Schuld, wenn mal gar nix mehr geht, was auch für Deutschland absehbar ist. Die Gesetze, auf denen unsere wirtschaftlichen Erfolge beruhen sind rücksichtslos.
    Übernehmen Sie alle Schuld, schließlich sind Sie ja Deutscher?

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