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Johann Friedrich Struensee (Gastbeitrag aus dem Hotel Naipaula)

20. April 2012

Mit Johann Friedrich Struensee, der kurz nach seiner Hinrichtung in Kopenhagen 1772 (also ein Jahr nach Goethes Affӓre mit Friederike Brion in Sessenheim) nach Grand Turk kam und seither auf Zimmer 13xx wohnt, haben wir ein echtes Stück Protestantismus auf den Inseln, und dass, obwohl Struensee in seiner Zeit als dӓnischer Regent die Kirchenzucht, die Leibeigenschaft und die Folter abschaffte und eigentlich eher dem Atheismus zuneigte. Kein Wunder, dass er geköpft, gevierteilt und aufs Rad geflochten wurde. Hatte er sich doch ausserdem für Meinungs- und Pressefreiheit eingesetzt. Ab und zu plagen ihn noch heut Hals- und Gliederschmerzen. Dagegen helfen auch die kalten Bӓder nach J.J.Rousseau nicht. Er singt dann “Oha, oha, bei uns in Altona” und zieht einen steifen Kragen an, bis es besser wird.
In der Nacht erhӓlt er manchmal Besuch der schönen Königin Caroline Mathilde. Sie ist sonst in Celle begraben. Seine Tochter Louise Auguste hat er nach seiner Verhaftung nie wiedergesehen……

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4 Kommentare leave one →
  1. 20. April 2012 08:35

    Die Anfaenge der Zukunft in der Vergangeheit aufsuchen!
    Denn wir haben noch immer genug Vergangenheit in der Gegenwart! Etwa die Kirchenzucht: in manchen evangelischen Gemeinden noch heute gültig. Sie ist in etwa das protestantische Pendant zur katholischen Inquisition – als deren Ex-Chef und immer noch treuer Anhaenger der derzeitige Papst zu werten ist.
    Die Kirchenzucht bedroht -u.a. – Homosexualitaet mit Gemeindeausschluss.

    • 20. April 2012 19:58

      Es führt halt kein Weg dran vorbei: Den Staatskirchen muss das Wasser (=Kirchensteuer etc.) abgegraben werden, sonst treiben die die nächsten Jahrhunderte wieder Millionen Menschen ins Unglück.

  2. The Violet White Football Sofa permalink
    21. April 2012 16:52

    Immer dieses Mittelalter!
    *geköpft, gevierteilt und aufs Rad geflochten*
    Das giiieeebst doch HEUTE gaar nicht mehr …

  3. 21. April 2012 23:30

    „Kirchenzucht“
    ist ein ‚tolles‘ Wort!

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