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Wer kann Präsident?

22. Februar 2012

Schade, daß das Kandidatenkarussell für DAS Amt so schnell beendet wurde. Dabei gäbe es doch noch genug Anwärter(innen), es weiterhin würdig zu beschädigen. Hier einige Vorschläge:

1.Wolfgang Schäuble: 

Am 10. Januar 2000 hatte Schäuble eingeräumt, vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber im Jahre 1994 eine Bar-Spende über 100.000 DM für die CDU entgegengenommen zu haben. Am 31. Januar 2000 gibt Schäuble ein weiteres Treffen mit Schreiber im Jahr 1995 zu. Das Geld blieb im Übrigen verschwunden, bis heute weiß niemand, wo es hingeflossen ist. Wie kann Angela Merkel also diesem Herrn Schäuble vertrauen? “ – „Weil, weil diese, weil diese Person mein Vertrauen hat.“ Dem holländischen Journalisten Scharfenberg reicht diese Antwort  nicht. Er hakt nach: „Aber kann er mit Geld umgehen, wenn er vergisst, dass er 100.000 Mark bar in seiner Schublade liegen hat?“ Frau Merkel zeigt sich unbeirrt: „Ich habe wirklich jetzt alles gesagt dazu.“  via: gulli

Noch würdiger für DAS Amt wird Schäuble durch die Tatsache, daß die verstaatlichte Hypo-Real-Estate-Bank im Jahr 2011 55 Milliarden Euro als Ausgabe statt als Einnahme verbucht hat.

  • Fazit: Schäuble kann Präsident.

2. Cem Özdemir, der sich derzeit mit großen runden Augen über Wulff echauffiert:

Sein Amt  als innenpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion legte er am 26. Juli 2002 nieder, nachdem die Annahme eines Privatkredites über 80.000 DM vom PR-Berater Moritz Hunzinger und die private Verwendung dienstlich erworbener Bonus-Meilen bekannt wurden. Özdemir hatte die Annahme des Kredits öffentlich bedauert und angekündigt, den Betrag umgehend zurückzuzahlen. Sollte der damalige Zinssatz von 5,5 Prozent unter den üblichen Marktkonditionen gelegen haben, werde er die Differenz an ein Zentrum für Folteropfer spenden. 2008 wurde er aufgrund dieser Verdienste Bundesvorsitzender der Grünen.   via: wikipedia

  • Fazit: Özdemir kann Präsident.

3. Margot Käßmann:  Hier sind auf jeden Fall beschwingte und kurvenreiche Dienstfahrten garantiert, wobei hier auch das dem Bundeswulff zum Vorwurf gemachte geschenkte Bobbycar zum Einsatz kommen könnte. Darüber hinaus sind interessante Auslandsbesuche zu erwarten, da Frau Käßmann gerne auch mit Taliban beten will.  Zudem jede Menge Platitüden :

„In der Mitte des Lebens“ ist Käßmanns erfolgreichstes Buch. Die Kapitelüberschriften lauten „Veränderungen wagen“ oder „Die Mitte finden“. Sie bestehen aus Sätzen wie: „Wichtig ist, nicht zu vertrocknen, sondern offen zu sein für das Neue und keimen und aufblühen zu lassen, was blühen will und kann.“ Eiapopeia-Prosa, wie der Literaturkritiker Denis Scheck treffend schrieb.

Wer Käßmann nur aus den Büchern kennt, könnte den Eindruck gewinnen, sie sei eine Art Dalai Lama auf Evangelisch: eine entrückte Person mit mildem Lächeln, immer bereit, ihrem Nächsten den weißen Schal der Freundschaft um den Hals zu legen.“  via: Der Spiegel

  • Fazit: Auch die FrauIn Käßmann kann PräsidentIn.

4. Guido Westerwelle: Der Rechtsaußeminister mit der Lizenz, viel zu sagen, aber nichts mehr zu sagen zu haben ist der klassische Kandidat, nach oben entsorgt zu werden. Und ein ernsthafter Mahner gegen spätrömische Dekadenz, die sich unter den Hartzern und 1-Euro-Jobbern breitzumachen droht. Besonders eindrucksvoll auch seine blutleeren und leidenschaftslosen Statements gegen Diktatoren in aller Welt mit der Garantie, daß die Konsequenzen, Boykotte und Sanktionen nichts Entscheidendes bewirken.

  • Fazit: Guido kann Präsident.

5. Natürlich Helmut Kohl:

„In der CDU-Spendenaffäre nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 verschwieg Kohl die Herkunft eines Betrags in Höhe von eineinhalb bis zwei Millionen DM, obwohl er gemäß dem Parteiengesetz, welches er als Bundeskanzler selbst unterzeichnet hatte, und der darin verankerten Publikationspflicht zur Auskunft verpflichtet war. Bis heute nimmt Kohl keine Stellung zu diesem Thema. Seine Argumentation, er habe das Geld von Spendern erhalten, denen er mit „Ehrenwort“ versprochen habe, ihren Namen zu verschweigen, steht im Gegensatz zur geltenden Rechtslage…  Für die der CDU durch die anschließende Sperrung der Wahlkampfkostenerstattung entstandenen finanziellen Einbußen kam Kohl mit Geld aus einer privaten Spendenaktion auf.“ via: wikipedia

  • Wer kann schon das AMT einem verweigern, der sein Ehrenwort hält?

Bleibt noch das BILD der Woche, bei dem in erfreulicher Deutlichkeit klar wird, welche politischen Alternativen in dieser Republik vorhanden sind. Außer den ausgesperrten Sozialdemokraten, die sich heute „die Linke“ nennen, keine. Stromlinienförmigkeit ist garantiert.

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7 Kommentare leave one →
  1. 23. Februar 2012 03:17

    schramm

    Der Kabarettist erteilt der Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten eine Absage

    Georg Schramm – Foto © Achim KäfleinNach wie vor sieht er seine Aufgabe darin, mit den Mitteln des politischen Kabaretts gegen eine Politik zu kämpfen, die zunehmend vom Recht der Stärkeren beherrscht wird und mit der Kraft der Lobbyisten und Interessenverbände die demokratische Gewaltenteilung unseres Rechtsstaates bedroht.

    In der lebhaften Diskussion seiner möglichen Kandidatur im Internet sieht Georg Schramm nicht nur eine Bestätigung seiner Arbeit, sondern auch eine neue Qualität und Dynamik der gesellschaftspolitischen Diskussion jenseits der herkömmlichen Medien, die ihn überrascht und beeindruckt hat.

    Diese neue Kraft gilt es zu stärken. In einer Kandidatur sieht Schramm aber keine Möglichkeit, dem Missbrauch des Präsidentenamtes durch die etablierten Parteien entgegentreten zu können.

    Vielmehr sollte man versuchen das Amt des Bundespräsidenten dem Zugriff der Parteien zu entziehen: Entweder durch Abschaffung oder durch Direktwahl – letzteres auf die Gefahr hin, daß die Besetzung von Schloss Bellevue dann offen von Kai Diekmann und Friede Springer entschieden wird. In diesem Fall könne dann neu über seine Kandidatur diskutiert werden.

    Georg Schramm am 22. Februar 2012 (Originaltext Presseerklärung)

  2. 23. Februar 2012 03:31

  3. 23. Februar 2012 11:52

    Kohl wäre lustiger gewesen und nicht so reaktionär und pfäffisch wie der Herr Gauck. Es gibt Tage, da liegt sogar mal die TAZ richtig.

    http://www.taz.de/Kommentar-Gauck/!88277/

  4. 23. Februar 2012 11:57

    Ich schlage Holger Stanislawski vor 🙂 Er hat die richtige düstere Weltsicht

    • 24. Februar 2012 20:08

      Gibt es eigentlich einen Fußballer mit Spitznamen: Präsident?

  5. 24. Februar 2012 02:08

    Ein Hund sollte Präsident werden: Zuerst dachte ich an einen Dackel, dann aber an einen Rauhhaardackel … und dann an einen Schreibfehler.

  6. 25. Februar 2012 00:51

    Letztlich wird man im Partei-Shop fündig: Inhalte überwinden, Kandidaten überwinden, die Hürde Bellevue nehmen. Danke DIE PARTEI!
    https://www.titanic-magazin.de/shop/index.php?action=showdetails&from=list&pageNr=1&productId=4e69f1cdbec92&

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