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Gefahr von rechts – nicht nur aus Osteuropa?

4. Januar 2012

Dass in der Slowakei, Tschechien, Polen, Kroatien und Bulgarien, auch in der Ukraine, Polen, Weissrussland und Russland faschistische Gruppen gnadenlos Jagd auf Minderheiten wie etwa Homosexuelle, machen, ist uns im Grunde bekannt. Wir sogenannten Linken verurteilen auch die Hetze auf Sinti und Roma, vergessen dabei aber gerne, dass die meisten, wenn nicht alle dieser paramilitaerischen und Skinhead-artigen Gruppen auch ausdrücklich antisemitisch sind.
In Ungarn feiern nun sogar die Pfeilkreuzler, die vor einer und zwei Generationen direkt für die Deportation von Juden in die Vergasungslager verantwortlich waren, fröhliche Urstӓnd. Die faschistische Weltsicht kann wieder recht offen auch in grossen Parteien vertreten werden. Die neue Verfassung, die seit dem 1.1. in Kraft ist, bringt ausser einer sehr bigotten und sich auf Könige berufenden Prӓambel unter anderem das Ende der Gewaltenteilung, eine enge Beaufsichtigung, um nicht zu sagen, Knebelung, von Verfassungsgericht, Medien und Zentralbank. Und alles das innerhalb der EU (und die FIDESZ, Regierungsschef Orbans Partei, ist im Europaparlament nach wie vor Mitglied der EVP (der Union der Christdemokratischen Parteien). Also entweder vernachlӓssigen die anderen dort vertretenen Parteien, unter ihnen die deutsche CDU/CSU ihre Wachsamkeit gegenüber Gefahren von rechter Seite, was schlimm waere, oder sie drückt alle Augen zu, weil sie Ӓhnliches anstrebt, was noch schlimmer wӓre). Orban, so sagen “liberale” Leute, ist ja aber durch demokratische Wahlen an die Macht gekommen? Gewiss, auch Hitler ist das, und Orban ist ein weiterer der vielen Mӓchtigen, die diesen Fakt dazu nutzen wollen, um die Demokratie abzuschaffen.
http://www.perlentaucher.de/autoren/24202/Bernhard_Odehnal.html
Aber eine Renaissance von rechtskonservativem Gedankengut ist nicht nur in Osteuropa zu beobachten.
Sarkosy – der gallische Berlusconi *gg* – ich las, dass sowohl “Le Figaro” als auch “Les Echos” und “Paris Match” seinen engsten Freunden gehören. Mir und Euch ist im Grunde auch bekannt, dass die französische Regierung vor massiver Einschüchterung von Andersdenkenden nicht zurückschreckt. Sarkosy nun fürchtet sich davor, bei den kommenden Wahlen von François Hollande und den Sozialisten besiegt zu werden. Ich wage die Voraussage: Sein Gegner bei den Stichwahlen wird nicht Hollande, sondern die Vorsitzende des Front National und Tocher von Le Pen, Marine Le Pen, sein. “Ich bin eine Frau und werde daher (noch) bessere Chancen als mein Vater haben”, sagt sie. Und welche Politik der Front National vertritt, ist uns ja klar (obwohl Sarkosy ja schon das Seinige auf diesem Felde tut, man denke an die illegale Ausschaffung der Sinti und Roma).
Auch in Österreich werden Wahlen sein. Dort sind Heinz Strache (FPÖ) und Ursula Haubner (BZÖ) im Kommen, feiern Sonnwendfeuer mit Gleichgesinnten und hetzen gegen alles, was nicht österreichisch (“deutsch”?) und nicht heterosexuell ist.
Zur Lega Nord in Italien fragen wir ma Sir Ed.
Die Zeiten werden nicht einfacher, gell?
P.S. Komischerweise sind die meisten rechten Gruppierungen gegen islamische Leute. Komisch deswegen, weil ihrer beider Ansichten (und die mancher “Linker” bei uns) doch eigentlich gut zusammenpassen?

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