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Ute, die Gute

17. Dezember 2011

„Konkret“ dokumentierte in seiner Ausgabe 12/2011 unter der Rubrik „Herrschaftszeiten“ die Weltanschauung vo Ute Ohoven, einer Wohltäterin der Menschheit und Botschafterin der UNESCO, die diese bei „Menschen bei Maischberger“ zum Besten gab.

Grund genug für mich, um sie doch so kurz vor Weihnachten dem Papst zur neuen Maria vorzuschlagen und sie möglichst noch zu ihren Lebzeiten heilig zu sprechen. Mitsamt ihrem ganzen teuren Ohrgebimsel und all der anderen schönen Dinge, mit denen sie sich zu vergolden pflegt.

Auf die Frage von Frau Maischberger,wie viele Menschen und wie lange diese sich ernähren könnten, wenn sie einen ihrer Ohrringe verkaufen würde, antwortete Frau Ohoven:

„Schauen Sie, ich arbeite seit 25 Jahren sozial. Ich arbeite nicht ab und zu, ich arbeite jeden Tag von morgens bis abends. Und ich denke, das was ich an Schönem habe, wie die Ohrringe, mit denen mein Mann mich verwöhnt, weil er sagt, mein Einsatz ist so enorm und so unglaublich – ich denke, ich habe auch das Recht auf schöne Dinge. Das trage ich gerne und mit Freude. Was nützt es, wenn ich ein paar Ohrringe oder eine Uhr abgebe, dann habe ich zwar wenige, habe vielleicht zehn Menschen damit gerettet, aber ich habe in den letzten zwanzig Jahren über eine Million Menschen gerettet. Ich habe sie in eine Zukunft geführt, beziehungsweise Kinder, oder ich habe sie vor dem Tod gerettet. Mein persönlicher Einsatz ist so enorm und so groß, daß ein paar Ohrringe dabei keine Rolle spielen. Wenn Sie möchten, daß ich diese abgebe, kann ich das auch gerne machen.“

Was lernen wir daraus?

1. Frau Ohoven arbeitet nicht nur Teilzeit, sondern volle Kanne an der Rettung der Menschheit.

2. Ihr Mann  (Anlageberater und Präsident des Berufsverbandes der mittelständischen Wirtschaft) findet das unglaublich, weil er im Gegensatz zu ihr damit beschäftigt ist, die Menschheit auszubeuten.

3. Einen Teil seines Gewinns aus der Ausbeutung hängt er seiner Ute um den Hals, an die Ohren oder ans Handgelenk, worüber diese sie sich sehr freut.

4. Das Leben von läppischen zehn Menschen (für einen Ohrring) zählt nicht, sie rettet dafür eine ganze Million in zwanzig Jahren.

5. Hätten wir mehr gute Utes, zum Beispiel 20 Utes, dann könnte eine Million Menschen sogar in einem Jahr gerettet werden.

6. Da die Reichen zwar immer reicher, aber auch immer weniger werden, steht zu befürchten, dass der Menschheit die Utes irgendwann demnächst ausgehen und sie nicht mehr zu retten ist.

7. Da aber ein paar Ohrringe keine Rolle spielen, wenn Frau Maischberger diese zur Rettung einiger Menschen braucht, gibt unsere Ute diese dann doch her. Schließlich hat sie ja noch einige Dutzend in ihrer Privatschatulle.

8. Hoffentlich geht bald wieder ein Gespenst um in Europa.

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5 Kommentare leave one →
  1. 17. Dezember 2011 13:39

    Menschenrettung find ich super.

    Beste Grüße ins „Ländle“
    fidelche

  2. 18. Dezember 2011 08:21

    klingt fast wie gloria zu thurn und taxis

    • 18. Dezember 2011 09:37

      hat die gloria auch schon 1 Million Menschen gerettet?

  3. 18. Dezember 2011 16:07

    na, mindestens :-)) aber mit ihrem zaster könnte sie auch noch mehr retten……..

  4. 26. Januar 2012 00:06

    Eine Perle der Natur

    Konkret 12/11: Herrschaftszeiten
    Die Antworten von Frau Ute Ohoven sind eigentlich Grund genug, sie dem Papst als neue Maria vorzuschlagen und sie möglichst noch zu ihren Lebzeiten heiligzusprechen. Mitsamt ihrem ganzen teuren Ohrgebimsel und all den anderen schönen Dingen, mit denen sie sich zu vergolden pflegt.

    Hermann Schleicher-Rövenstrunck, per E-Mail

    Aus Konkret 2/2012 – An Konkret (noch nicht am Kiosk erhältlich)

    Hermanitou, beste Grüße ins Ländle, alter Kämpfer!

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