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Plastiktüten – eine wohl abbaubare, zumindest recyclebare Geschichte

9. November 2011

Im Juli 2010 veröffentlichte ich in meinem Afrikablog eine kleine Reportage über die Einführung dieser Tüten im Gabun. Ich dachte, bis jetzt, das sei überall Thema, und natürlich war meine publizistische Motivation primär der Gabun, nicht die Tüten.

– Die beiden Bilder sind im Großformat hier zu sehen,
URL markieren und mit rechter Maustaste öffnen:

http://data7.blog.de/media/563/6000563_bbeede3c5b_l.jpeg

Plastik1Detaillierte Statistiken wie für mich bei statcounter.com verhelfen zu Einblicken über das „Besucherverhalten“. Woher kommen sie, was lesen sie, wieviel lesen sie, welche Suchwörter (bei Suchmaschinen) verwenden sie und in welcher Sprache?
Sehr oft gibt es Überraschungen, wie vorhin hier (Klick vergrössert das Bild, es geht um den vorletzten Besuch). Manchmal klicke ich dann auch auf die grüngefärbte Herkunft.

Das hat bei google.de mit dem Stichwort „recyclebare Plastiktüten“ vor knapp einer Stunde tatsächlich Folgendes ergeben: Unter 24.000 Meldungen aus google.de mit einem deutschsprachigen Suchwort steht mein, so meinte ich damals, armseliger Artikel aus dem Gabun zwar nicht auf Platz 1, sondern auf Platz 3. Nicht auf Platz 103 oder 1003, auf Platz 3.
Plastik2
Also, nun mal ernsthaft, so weit das in so einem Zusammenhang überhaupt noch möglich ist: Wie grün ist das diesbezüglich aufgeklärte Deutschland wirklich? Unten, im Alltag, beim „Volk“, nicht bei bildungsbürgerlichen Eliten, die fair-trade bezahlen können oder bei „konsensuellen“ staatlichen Regelungen?

Google wird, ich kann es verstehen, oft angegriffen wegen seiner perfektionierten Datensammelwut und der Verwertung der Daten. Indirekt kann uns google so aber auch viel über uns selber erzählen.

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4 Kommentare leave one →
  1. 9. November 2011 16:49

    Schön, dass Du mal wieder schreibst!
    Wir haben hier bei uns Plastiktütenschwemme: die schwarzen stinken, die durchsichtigen net, sind aber bestimmt net gesünder……

    • andreasfecke permalink
      9. November 2011 19:44

      Jetzetle!
      Die Schwarzen haben schon immer gestunken, und die Durchsichtigen hatten immer schon keine Farbe, aber wohin damit?
      Na ja, ab nach Afrika, zum Beispiel Kongo, Loch buddeln, alle rein, Erde drauf (vorher aber die Diamanten und das Gold retten) und fertig.
      Wär das nichts?
      Ich wäre dabei, mit Schaufel.

  2. 10. November 2011 07:41

    Du bist zynisch 🙂
    aber ohne flax: archaeologen in der fernen zukunft werden als überreste unserer zeit plastiktüten, plastikstühle und colaflaschen ausgraben……
    „die menschen des plastikzeitalters (plastozaen) waren vorwiegend selbstmörderisch taetig. wo immer sie anzeichen von kultur fanden, hauten sie drauf…“

    • andreasfecke permalink
      14. November 2011 07:44

      Was ist der Unterschied zwischen Zynismus und Sarkasmus?

      Beides ist bittere, schwarze Ironie.
      Es geht um das woher und wohin.

      Szene:

      Ein berühmter, fieser TV-Moderator hat in seiner Talkshow einen armen, alten Arbeitslosen zu Gast.
      Dem stellt er eine Dose Katzenfutter auf den Tisch und ruft „Hurra, Sonntagsessen!“
      Das ist Zynismus.

      Der Arbeitslose sagt: „Lecker, lecker“.
      Das ist Sarkasmus.

      „Plastozaen“,
      das mag ich.

      Bis dannemal

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