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Kriech ’n Land

21. Juni 2011

Wie plündert man ein Volk aus und enteignet es? Läßt es zu Kreuze griechen und stürzt es in jahrzehntelange Abhängigkeiten? Ein gängiges Rezept findet ihr hier:

Man nehme: Ein Griechen-Land. Man schüre eine jahrhundertelange Feindschaft mit dem benachbarten Turk-Land und bringe beide Länder dazu, rekordverdächtige Rüstungsausgaben zu tätigen in dem Wahn, man müsse jeden Stein und jede Palme, die man in der Ägäis besitzt, verteidigen. Was dazu führt, daß beide Völker den höchsten Rüstungsetat aller NATO-Staaten (mit Ausnahme der USA) haben.

Gleichzeitig verkaufe man den Griech’n und Turks jede Menge Fregatten und U-Boote bis zum Abwinken, damit ordentlich Wind gemacht und geschnorchelt werden kann. Um Kreta und Ithaka und Lesbos und Thassos und Rhodos und XY-os herum. Sinnlos, aber gewinnträchtig, wenn man europäischer Banker ist.

Dann leihe man den Griech’n  – die kleiner und schwächer und unbedeutender sind als die Muselmänner vom Bosporus – jede Menge Geld. Mengen. Mengen. Rekordmengen. Millionen und Milliarden. Und kassiere dann Zins und Zinseszins.  Man gebe ihnen den Euro, damit man schneller ausrechnen kann, was der kleine Griechenmann denn so an Gewinn bringt.

Hat man dann fertig und das Griechenvolk ausgenommen, beauftrage man die banknahen Rating-Agenturen, die man besser Ratten-oder Räuber- Agenturen nennen sollte, damit, die tiefstverschuldeten Griechen bankrott zu erklären.

Dann rufe man die europäischen Staatsmänner zu Hilfe. Ganz besonders den Herrn Jean-Claude Juncker. Beredt, weltmännisch, geldmännisch und von den Bankiers an der richtigen Stelle positioniert.  Man lasse diesen und die Franzmänner, Krautköpfe und all die anderen Regierungen lange lamentieren, „Rettungs“(!!!)schirme aufspannen und Erpressungspläne ausarbeiten, um vollends an das griechische Land zu kommen. Man strecke schon mal die Langfinger nach der Akropolis und den Inseln rund um Athen aus.

Es fehlt noch ein Akt im Schmierenstück:

Bevor man die Merkels und Schäubles vorschlagen läßt, daß sich alle Good-Banks und Bad-Banks an der „Rettung“ (= Ausplünderung) des Griechenlands beteiligen sollen, gebe man diesen Zeit, alle Kredite abzustoßen, vorzugsweise an verstaatlichte Bad-Banks wie zum Beispiel der Hypo-Real-Estate. Diese, die dem deutschen Volke und damit dem deutschen Steuerzahler gehört, darf dann retten gehen, was nicht zu retten ist. Löcher stopfen, die nicht mehr zu stopfen sind.

Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto….

Die Schlagsahne, das Sahnehäubchen, die satten Gewinne gehen an: Die deutsche Bank und all ihre internationalen Spießgesellen.

Was bleibt ist ein gedemütigtes und ausgeraubtes Volk in Griechenland und die europäischen Steuerzahler, die für dieses Schmierentheater zahlen müssen.

Der Heuschreckenschwarm hat sich die griechische Inselwelt gekrallt und schaut sich um, wer als nächstes von den Ratten-und Räuber-Agenturen bankrott erklärt wird.

Kandidaten gibt es genug: Irland, Portugal, Spanien, Belgien, Italien. Euro-Land in Bankenhand, yeah, yeah, yeah!

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2 Kommentare leave one →
  1. 22. Juni 2011 16:44

    Jaja, Griechenland und die Türkei, beides Nato-Mitglieder, bis an die Zaehne gegeneinander bewaffnet. Besonders das mit den U-Booten ist scherzhaft. Wahrscheinlich sollen sie Torpedos auf die Touristenstraende abfeuern? Die alte Feindschaft aber ist noch immer lebendig („Was du siehst, bist du selbst!“). In Hellas verstecken sie Munition in den Bienenkörben, falls der Türke kommt, zum nahen Kos sagen wir scherzhaft „Düşman“ (der Feind).
    Was für die Banken gilt, gilt für die Waffenverkaeufer (worunter dann eben auch Werften fallen): Hauptsache Geschaefte machen! Und am besten beiden Parteien Zeugs aufschwatzen……
    Danke Hermanitou!

  2. 23. Juni 2011 00:22

    Eine private Anmerkung: Vom Medium-Terzett einer war Kollege meines Vaters bei den Klöckner-Werken in Osnabrück. Beide Dreher (heute Zerspannungstechniker) und Industriemeister, und er ist dann medial gegangen in die Erheiterung der Welt. Ich habe noch Bilder von Gartenfesten, von Griechenland hatten freilich alle dort keine Ahnung. Aber schön wars doch.

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