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Stimmhaft!

7. Juni 2011
by

Eine interessante Änderung vollzieht sich grade an der deutschen Sprache: war das scharfe “s” ursprünglich extra deshalb verdoppelt worden, damit die Aussprache klar sei, so werden nun einige Worte, die so geschrieben, seit geraumer Sseit grundsätzlich mit stimmhaftem “s” gesprochen. Habt ihr es auch bemerkt? Egal ob Fernsehansagerin, Moderator, Interviewgast, Fachfrau: grundsätzlich sagen sie “Diskuzhion”. Oder auch “Pazhion”, oder “was ist da pazhiert?”. Müsste es da nicht bald auch “Ruzhland”, “er muzhde ma” oder “ein Fazh Bier” heissen? Mir geht das sehr gegen den S-trich (bin eben konservativ), aber Sprachen sind halt lebende Wesen, sie verändern sich, eh’ dazh Du’s merkst…….

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6 Kommentare leave one →
  1. 8. Juni 2011 12:57

    Das mit diesen Summslern ist ja zudem begleitet von infantilen Adjektiven. („….Das Sssstadion isssst picke-packe-voll…“) oder ähnlichem infantilen Geschwätz. Man nennt das wohl heutzutage metrosexuell, mir sträuben sich dabei nicht nur die Nackenhaare.

    Und tatsächlich reden die alle so, als ob sie in dieselbe Weiterbildung zum „Infantilschwätzer“ gegangen wären.

    Richtig unheimlich, wenn alle gleich formatiert daherbabbeln.

    Man wähnt sich dann einfach auch degradiert zu einem Wesen, das nur noch auf dem „Die-Sendung-mit-der-Maus“ Niveau angesprochen wird und nur einfachstes Infantildeutsch beherrscht.

    Genauso unheimlich ist es, wenn Heidi Klum in ihrer Supermodel-Sendung sich selbst spiegelt, will heißen, ihre Finalistinnen sind vom Outfit her halt jüngere Ausgaben von ihr selbst.

    Blanker Narzissmus, der sich allüberall Bahn bricht.

    Schöne neue Welt.

  2. 8. Juni 2011 18:22

    Hallo Leute,
    mir ist da noch nie was aufgefallen, glaub es aber gerne, muss mir mal die Sendungen ansehen und im Allgemeinen darauf achten.

  3. 8. Juni 2011 18:54

    Gerade eben: „In Norddeutschland grazhiert die EHEC-Bakterie“
    Infantildeutsch: schöne Wortpraegung

  4. 8. Juni 2011 20:00

    Im Marktcafé

    Strass und Straß´
    wie lieb´ ick Dir –
    Muße muss noch komm´
    zu mir

    Blinkt das eine, lebt das andre –
    Augen auf und ohne Worte:
    nächste Torte

    • andreasfecke permalink
      10. Juni 2011 22:33

      Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.

      Das Gegenteil ist schon schwieriger.

      Kurt Tucholsky, 09.01.1890 – 21.12.1935
      +
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
      +
      Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.
      +
      Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.
      +
      Wenn man einen Menschen richtig beurteilen will, so frage man sich immer: „Möchtest du den zum Vorgesetzten haben?“

      + und:

      Frauen: die Holzwolle in der Glaskiste des Lebens.

  5. 10. Juni 2011 23:19

    Historischer Fazhadenzauber in Frankfurt

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