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Kirchen und Homophobie in Afrika – Beispiele Südafrika und Uganda

18. Mai 2011

In Kapstadt (Südafrika) werden wöchentlich mehr als zehn Lesben vergewaltigt, um ihnen zu helfen ihre „abartige Sexualität zu korrigieren“. Uganda ist seit längerem im Gespräch wegen eines Gesetzesentwurfs, der in „schweren Fällen“ sogar die Todesstrafe für Homosexuelle vorsieht.
In Uganda heizen evangelikalistische, von den US-Brüdern trainierte, Christen dem Volk tödlichen Schwulenhass ein, in Südafrika halten sich die offiziellen christlichen Kirchen wohlwollend (nicht den Homosexuellen wohlwollend) diskret am Rande der Hassverbrechen auf.
Gäbe es in beiden Ländern nennenswerte islamistische Aktivitäten, sie würden sicherlich gemeinsam mit diesen Christen Mord und Vergewaltigung akzeptieren, wenn nicht dazu aufrufen. Dieser Artikel jedoch soll inmitten vieler Islamismusdiskussionen mal wieder an Jesus-Anhänger außerhalb Mitteleuropas erinnern und an deren Verhältnis zu elementarsten Menschenrechten.

Un vendeur de journaux montre la Une du magazine Rolling Stone, le 2 novembre 2010 à Kampala, en Oug
Eine ugandische Boulevardzeitung veröffentlicht am 2. November 2010 Fotos und Adressen von Homosexuellen….

„Korrigierende Vergewaltigungen“ in Südafrika: der homosexuellenfeindliche Höhepunkt
Viols correctifs en Afrique du Sud : le paroxysme homophobe
17.05.2011 – Par Pascal Hérard – TV5-Monde
Deutsche Übersetzung von Andreas Fecke

Lesbierinnen von ihrer Homosexualität „heilen“, indem man sie vergewaltigt: das ist seit Jahren Praxis der „korrektiven Vergewaltigung“ in Südafrika. In Bezug auf Homosexuellenrechte ist die Regenbogennation viel fortschrittlicher als viele andere Länder, in den Mentalitäten ist sie es nicht.
Auch wenn Adoption von Kindern seitens homosexueller Eltern seit 2002 und Homosexuellenehen seit 2006 legal sind, wird Homosexualität von der südafrikanischen Bevölkerung real als eine schwere Entartung angesehen. Die Homophobie ist ein Fluch, der auf dem Land Mandela’s lastet, und die Kirchen helfen dem Kampf dagegen nicht. Kardinal Wilfried Napier schrieb 2006 bei der Annahme des Schwulenehengesetzes an das Parlament: „Die Kirche lehrt, dass homosexuelle Akte eine ureigentliche Unordnung darstellen. Gesetze können nicht richtig machen, was falsch ist.“
In diesem Zusammenhang einer von der Bevölkerungsmehrheit als Krankheit empfundenen Homosexualität wird korrektive Vergewaltigung in einer Gesellschaft, in der Sexualverbrechen ohnehin endemisch sind, eine banale Angelegenheit. Eine Studie des Medizinischen Forschungsrates von Südafrika wies auf, dass 25% der befragten südafrikanischen Männer zugaben, schon einmal in der Rolle des Vergewaltigers gewesen zu sein.

Vergewaltigung, banalisierter Sexualakt?………

Liebe Leserinnen und Leser,
Ich bekomme das Design (mit vielen Extrakästchen) meines Originalartikels hier bei wordpress nicht so hin.

Daher diesen Südafrikaartikel bitte hier weiterlesen……inklusive links zu Petitionen und mehr Info, auch über Uganda

Zur Einstimmung aber noch kurz den Trailer von
Film by Dominique Mesmin: Uganda – the homophobic crusade:

… und dieses Foto (AFP): Es zeigt Mitglieder der ugandischen Homosexuellengemeinde bei der Beerdigung des Schwulenrechteaktivisten David Kato am 25 Januar. Er wurde daheim brutal ermordet, seine Adresse stand auch in den Zeitungen…..
Des membres de la communauté gay ougandaise aux obsèques près de Mataba, le 28 janvier 2011 du milit

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8 Kommentare leave one →
  1. 19. Mai 2011 07:11

    Was wieder einmal deutlich macht, dass es nicht um Islamophobie, sondern ganz einfach um das Verhalten der Weltreligionen, die sich untereinander net viel geben, geht. Wobei ich auch dazu tendiere, die Katholen als die schlimmsten zu werten (Und das, obwohl hierzulande gerade massiv abgeholzt wird, um den – natürlich an „Private“ vergebenen Nickel- und Goldabbau zu fördern, ein Zyanid-Abwasser-Stausee-Damm grade gebrochen ist, was für die umliegende Bevölkerung mit Lebensgefahr und für die ganze Umwelt mit bleibenden Schaeden verbunden ist….. (und die Aufzaehlung der Ausverkaufsaktionen könnte noch lange weitergehen). Gleichzeitig will uns die Regierung zur rechten Moral erziehen (etwa, indem Doppelsitze in Restaurants abgebaut werden – man könnte sich da ja küssen!), sie weiss natürlich genau, was gut für uns ist…..Beten, beten, und büssen…..

  2. 19. Mai 2011 19:32

    „…die Katholen als die schlimmsten…“

    Wovon? Von den Religiösen? Da würde ich nicht zustimmen, da ich die Katholen, verglichen mit ihren koranfürchtigen Glaubenbrüdern und deren weit radikaleren und menschenverachtenderen Praxis, als nur kleinere ZUMUTUNG empfinde. Autokrane werden in den Ländern der Katholen anders eingesetzt…als z.B. im Iran.

    lg LL

  3. andreasfecke permalink
    19. Mai 2011 22:57

    @ hibou und louis:

    Der Artikel prangert nicht insbesondere, aber auch, die katholische Kirche an.

    Das Video zeigt Prediger des protestantischen Glaubens, radikale Prediger einer protestantischen Glaubensrichtung, die hier in unserem gemütlichen Deutschland von unseren aufgeschlossenen protestantischen Kirchenführern sicherlich als „Sekte“ bezeichnet wird.

    Das ist ein markantes Beispiel für Tunnelblick und manipulatorische Selbstdarstellung.

    Auf denselben nicht-katholischen, aber christlichen, protestantischen religiösen Grundlagen gebaut gibt es in den USA aberdutzende von Religionsgemeinschaften, die sich „Kirche“ nennen.

    Mit Recht, auch wenn das den Führern der grossen christlichen Kirchen nicht passt:
    „Kirche (alem. kilche, chilche, ahd. chirihha, mnd. kerke), entlehnt aus spätgriech. κυριακόν kyriakoi (‚dem Herrn gehörig‘) ist eine soziale Organisationsform von Religion.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_%28Organisation%29

    Öfter schon vernahm ich defensive Diskurse a la „Islam ist nicht gleich Islamismus, die übergrosse Mehrheit der Muslime sind nicht so wie die Gotteskrieger, unsere Religion befiehlt keinen Djihad.“

    Ein Diskurs, eine Diskussion, die ich (vielleicht bin ich taub) seitens der europäischen christlichen Kirchen nicht höre: stattdessen „Sekten“-Analysen.

    Den Kreis schliessen: Jetzt noch mal das Video anschauen!

  4. 20. Mai 2011 11:09

    Die Pilgrim-Fathers auf der Mayflower, gefragt, warum sie denn auswanderten, antworteten: weil wir auf dem neuen Kontinent jedermann unsere Sicht Jesu aufzwingen können!

  5. 20. Mai 2011 11:11

    Aber die Moslems missionieren nicht.

    „Missionar sucht Stellung in Afrika“

    • andreasfecke permalink
      20. Mai 2011 17:09

      Warum bist Du noch hier?

      • 21. Mai 2011 10:47

        werd demnaechst in den Iran auswandern…….

  6. 20. Mai 2011 13:40

    „…nicht insbesondere, aber auch, …“ die katholische Kirche anprangern, das ist für mich auch i.O.

    Eine Unterscheidung von Islam und Islamismus oder auch von Sekte und Staatskirche würde ich nicht machen. Islamismus ist (besonders) gläubiger Islam, Islamisten sind orthodoxe Islamgläubige. Warum sollte hier eine Trennung vorgenommen werden? Die Orthodoxie IST der Islam! Und das Christentum IST eine Sekte, die z.B. aus dem Judentum hervorging! Sekte kommt von lat. secta und heißt: Partei oder Richtung o.s.ä.

    lg LL

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