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Türken-Thilo’s SPD: Dümmer als Nahles gehts nimmer!

27. April 2011

Die oberschlaue , halbpositionierte und irgendwie Linke Andrea Nahles irrlichtert mit ihren Meinungen zum Genossen Sarrazin herum. Schrieb sie noch 2010 in einem Mitgliederbrief an die Genossen:

…er [Sarrazin] hat mit seinen Äußerungen zu genetischen Identitäten von Völkern, Ethnien oder Religionsgemeinschaften eine Grenze überschritten und sich außerhalb der Partei- und Wertegemeinschaft der SPD gestellt. Deshalb hat der SPD-Parteivorstand einstimmig beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses aus der SPD einzuleiten.“ (Spiegel online 03.09.2010)

so feiert sie nun den Verbleib des obersten rassistischen Lautsprechers dieser Republik folgendermaßen:

…mit seiner Aussprache vor der Schiedskommission habe sich Sarrazin „wieder auf den Boden der Meinungsfreiheit in der Partei begeben“. Obwohl die zuvor getätigten Aussagen zur Integrationspolitik nicht mit dem Gedankengut der Sozialdemokraten vereinbar seien und sie diese auch nicht übernehmen wollten, so müsse eine demokratische Partei aber abweichende Meinungen auszuhalten im Stande sein…. (Augsburger Allgemeine, 26.04.2011)

  • Und das ist eine Meinung, die in der SPD nun hochoffiziell beheimatet ist:

„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. […] Integration ist eine Leistung dessen, der sich integriert. Jemanden, der nichts tut, muss ich auch nicht anerkennen. Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“ (O-Ton Türken-Thilo in „Deutschland schafft sich ab“)

Diese Meinung wird nicht nur im Wahlkampf der NPD verwendet, sondern findet ihren Widerhall auch auf Facebook. Hier ein Auszug aus Volkes Stimme:

„Mein Gott, seit ihr alle dumm, keiner, aber wirklich KEINER von euch Anti-Deutschen Intelligenzbestien hat sich jemals die Mühe gemacht, das Werk von Dr. Sarrazin zu lesen, lieber seht ihr euch in der Rolle der „antifaschistischen“ Gutmenschen, die jede Art von „Rassismus“ bekämpfen will. Aber egal wie sehr ihr eure eigene Nation hasst, wie sehr ihr Deutschland und das deutsche Volk verabscheut und ausbeutet, euch jeden Tag Vorwürfe macht, Deutsche zu sein und euch jeden Tag fragt, ob ihr nicht auch das „Killer-Gen“ besitzt (schließlich stammt ihr von DEM Tätervolk schlechthin ab), das deutsche Volk wird sich eurem Wahn der radikalen „political correctness“ und eurer Idee von der Zerstörung der deutschen Kulturnation nicht beugen. Abgesehen davon, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass das besudeln und schänden der Nationalfarben der Weimarer Republik strafbar ist und unter langjährige Freiheitsstrafe gestellt werden kann.“ (Joachim S.Bauer)

Je nun, da trifft die deutsche Seele mit ihrem gesunden Volksempfinden, der morgendliche Kernseife und dem nächtlichen Anzünden von Assylheimen doch ganz kompatibel auf den neuen Outlook der NahleS-PD. Da haben einfach alle Platz. Die neue Sozi-Mitte ist rechts von der CSU und fischt in den urdeutschen Grundbedürfnissen. – Frisch, fromm, fröhlich, frei wird das Vaterland wieder von Juden und anderen Fremdkörpern befreit.

Nahles und Sarrazin Hand in Hand: Zum Kotzen.

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13 Kommentare leave one →
  1. andreasfecke permalink
    27. April 2011 15:59

    „La politique politicienne“, Politikerpolitik, ein in den französischen, sehr breiten sozialen Bewegungen geläufiger Begriff, um die Definitionshoheit des Begriffes „Politik“ wieder nach unten zu holen. Per Unterscheidung: Was ihr macht, ist Politikerpolitik, was wir wollen, ist Politik.
    Wir haben den Begriff „Politik“ an alle Nahles, Sarrazins, …kilometerlange Namenliste …., verschenkt.
    Darum schreibst Du jetzt wutentbrannt diesen richtigen und mitnehmenden Artikel.
    Wir müssen uns die Definitionshoheit von „Politik“ zurückerobern, von diesen politischen Systemautomaten aller Couleurs.
    Das ist übrigens (na klar, der Afro-Andreas 😉 ) genau das, was auf dem afrikanischen Kontinent passiert, Tag für Tag, 1000 Leute für 1000 Leute, Quadratmeile für Quadratmeile.
    Der Tag ist nicht mehr fern, wo wir deren Inspiration brauchen.
    Also besser sofort. Erste Frage: Wo sind unsere Freunde? Nicht hier, sie sind da unten.

  2. 27. April 2011 21:57

    Wenn man der „alten“ SPD nahestand, kann ich mir vorstellen, daß einen das Agieren, vielleicht auch Taktieren um den Parteiausschluß von Sarrazin „ja oder nein“ gehörig emotionalisiert.
    Ich habe nicht die Absicht, nochmal an die Anfänge des Sarrazin-Hypes zurückzugehen, was man m.E. müßte, um das gesamte Bild zu beleuchten.
    Nur soviel: ich fand den Umgang von Medien, Politik und Öffentlichkeit mit diesem Buch in seiner Gesamtheit hysterisch. Das Buch wurde einerseits völlig überschätzt, das Interesse wie die Sorgen weiter Kreise der Bevölkerung auf allen Ebenen unterschätzt.
    Die „Funktion“, die das Buch gehabt hat, beschreibt in dem folgenden Ausschnitt Norbert Bolz in einer Diskussion bei Anne Will vor ein paar Monaten. So kann man das auch sehen:

    Meines Erachtens hätten alle, auch die SPD mit dem damals wortführenden Herrn Gabriel, von vorneherein von einem gelasseneren Umgang mit „Autor und Werk“ profitiert.

    Wenn man noch mehr von Bolz zum Thema „Sarrazin und linke Medien“ hören mag:

    Diese Äußerungen von Gabriel, Lindner, Roth und Lötzsch noch einmal zur Erinnerung:

    Und auch an diese FREITAGS-Diskussion mit dem „herausragenden“ @mh sei erinnert:
    http://www.freitag.de/politik/1034-sarrazin-hetzt#comments

    • 28. April 2011 20:01

      Sweetheart,
      ich habe Sarrazins Buch nicht gelesen. Ich kenne nur etwas Sekundärliteratur dazu. Was S. Gabriel zum Biologismus in Sarrazins Buch sagte, Gabriel diesen Biologismus eindeutig und mit Begründung ablehnte, hat mir schon gefallen. Die „Freitags-Moderation“ ging da mit seinen völkischen Biologisten völlig anders um. Der Umgang von Medien und Politik mit Sarrazins Buch war sicherlich hysterisch und einiges was Sarrazin schrieb, kann durchaus berechtigt gewesen sein.

      • 29. April 2011 23:13

        @Fidelche, ich würde ausführlicher antworten, wenn ich mehr „Zeit am Stück“ hätte – so, als Fortsetzung ein Interview mit Gabriel aus der ZEIT, bzw. dem TAGESSPIEGEL:
        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-04/interview-gabriel-spd-sarrazin
        Für mich „verliert“ Gabriel seit seiner öffentlichen Exploitation von „Guttenberg“ (obwohl Trittin „weit schlimmer“ agierte) und „Sarrazin“ mehr und mehr, von dem Wenigen, das ich an ihm schätzte.
        In seinen ersten Auftritten zu Sarrazin hatte er das Buch nicht gelesen, echauffierte sich also wirksam auf der Grundlage von ihm zugearbeiteten Papieren. Das reicht mir eigentlich nicht.
        Nun geht’s also darum, Migrantenstimmen zu gewinnen. So ist das Parteienspiel halt.
        Am Rande – bei diesem Satz Gabriels mußte ich doch schmunzeln: „Zuwanderer haben geholfen, unser Land nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen.“
        Gut, daß es nicht mehr so viel „Trümmerfrauen“ gibt: die würden das vermutlich ganz anders sehen.

        An dieser Legende stricken ja viele Gastarbeiterfamilien aus nachvollziehbaren und verständlichen Gründen – und nun hilft Gabriel im Sinne der Parteimitglieder und -wähler ein wenig mit.
        Ich will damit die Arbeit der Gastarbeiter nicht schmälern, aber man sollte sie auch nicht glorifizieren: Deutschland war nicht untergangsgefärdet, insbesondere nicht als in den 60ern Gastarbeiter von den Entsenderländern mit Nachdruck „angeboten“ wurden.

        • 1. Mai 2011 12:08

          Hallo sweetheart,
          ich bin seit einigen Tagen wegen grippalen Infektes außer Kraft gesetzt, aber auf dem Weg der Besserung, deshalb vorerst nur ganz kurz: Ich habe nichts mit der SPD, Gabriel oder Nahles am Hut. Die SPD hat mit Sicherheit so ziemlich die dümmsten, unprofessionellsten, orientierungslosesten und machtlosesten Politiker die man sich denken kann. Aber Gabriels Begründung für das Ausschlussverfahren Sarrazins, seine Kritik am Biologismus, den er, wie ich im „Freitag“, als Voraussetzung für Euthanasie und Auschwitz bezeichnete, hielt ich schon für sehr angemessen
          Lange bevor Gabriel seine Aussage machte schrieb ich vergleichbares im „Freitag“ und wurde dafür ausgeschlossen. Gabriel durfte immerhin in der SPD bleiben.

          • 2. Mai 2011 00:20

            Wenn der Kopf wieder klar ist, interssiert Dich vielleicht der folgende Artikel, Fidelche:
            http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13307294/Wer-war-das-nochmal.html

            Und weiter gute Besserung!
            @sweetheart

  3. 1. Mai 2011 17:53

    Hallo, @Fidelche – daß da genügend Kritikwürdiges in Sarrazins Rechenwerk steht, da sind wir uns einig – mich stört nur das Zustandekommen solcher aufgeplusterten Statements wie dem von Gabriel und daß ich da immer mehr die Mittel zum Zweck als die tatsächlich empfundene Kritik höre.

    Viel wichtiger: meine besten Wünsche zur baldigen Besserung. Bei dermaßen schönem Wetter einen grippalen Infekt zu haben ist ja gleich doppelt bescheiden.
    Ich nehm‘ zur Infektabwehr und Stärkung derselbenimmer Zinkorotat – nach dem Motto: hilft vielleicht nicht, schadet aber auch nicht. In der ZEIT stand kürzlich, daß es tatsächlich nachgewiesenermaßen „hilft“.

    Und worüber ich mich wirklich nicht grämen würde: aus der FC ausgeschlossen worden zu sein!

    • 2. Mai 2011 02:06

      Das wichtigste war wie immer in einer demokratischen Debatte nicht die Sach-Diskussion, sondern die Positionierung in der Macht, dank der Meinungsinstitute. Alle Parteien wissen nun: Sazzarin-Position muß /sozial/liberal/bunt gehalten werden. Tendenzielle fast individuelle Willkür eines prominenten Buchautors wird zur Willkürlichkeit der nächsten Volkswahl. Sarrazin wird zum Volkswille gemacht. Auch bei ‚HartHerzD aber fair‘. Deutschland ist eine Privatmediendemokratie. Auch öffentlich.

    • 3. Mai 2011 16:14

      Hallo sweetheart,

      danke für die Wünsche – sie haben wohl geholfen. Nein über diesen Ausschluss habe ich mich nie gegrämt, die fehlende Begründung und das „Drumherum“ belegen eindrucksvoll die sozialdarwinistische, antisemitische und sonstige politische Ausrichtung des „Freitag“. Mit meinem Ausschluss wurde dies bewiesen und das freut mich und grämt mich keineswegs.

      • 3. Mai 2011 23:08

        Schön, daß es Dir wieder besser geht, Fidelche!

        Dann schau‘ auch besser nicht in der FC rein, was ich heute 2mal für einen Moment tat – um entsetzt wieder rauszufallen angesichts der Trauerkundgebungen für das „Opfer eines terroristischen Anschlags“: Osama.
        Gut, daß Hitler schon tot ist.
        Diese Sorte von Linken würde ihm heute wohl einen jahrelangen Prozess mit Dutzenden von Gutachtern und Psychologen machen, um ihn dann in einer KZ-Gedenkstätte seiner Wahl zu resozialisieren – um das einmal so brutal und überspitzt zu formulieren.

        Soviel zur „sonstigen politischen Ausrichtung“ der FC! Hoffentlich bin ich nie der politischen Macht von Leuten ausgeliefert, die so ticken.
        ————-

        Zur SPD und wie die nun ticken: am einen Ende der Scala bleibt Sarrazin Parteimitglied, am anderen regiert von nun an die 15-Prozent-Quote für alle Parteiämter, entsprechend der Quote der Parteimitglieder mit ausländischen Wurzeln.
        Wie hoch ist die Frauenquote?
        Man sollte Migranten empfehlen, in einer konzertierten Aktion in die SPD einzutreten: schneller können sie nicht zu einer politischen Kraft werden – vorausgesetzt die SPD kommt noch über die Wahlrunden.

        • 4. Mai 2011 13:20

          Du meinst, sie scheitern an der 5%-Hürde? 🙂

  4. 4. Mai 2011 18:54

    Vorsichtshalber sollten sie sich gleich bei Prof. von Arnim melden:
    http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Nachrichten/Politik/Artikel,-Keine-Klarheit-ueber-Fuenf-Prozent-Klausel-_arid,257357_costart,1_regid,3_puid,1_pageid,10.html
    (Mein Laptop sagt mir nicht, wo die Schublade mit den Smileys (Smilies?) ist.)

  5. 4. Mai 2011 21:15

    wir ham hier (leider) die 10%-Hürde……. 😦

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