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In the Mood for Philosophy

24. April 2011

Nichts ist….

(für Rainer Kühn)

Heute anlässlich der Reportage zum Radrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich (welches der Radprofi Philippe Gilbert nach Amstel Gold Race und Flèche Walonne bereits zum dritten Mal in diesem Jahr als Sieger beendete) meinte der Reporter: “Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg”. Das ist richtig. Ich kannte Gilbert bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht, heute notierte ich sogar seine Nummer – 101 – im Hinterkopf – wo ich meine Fussnoten ablege… Mozart, viel konsequenter als ich, legte seine Fussnoten in den Schuhen ab. All dieses und meine Verfassung („mellow“), ermunterte mich zur sprachlichen Nachahmung (das Nachahmungsalter, so der Entwicklungspsychologe Piaget, reicht maximal bis zum siebenten Lebensjahr…) (for ever young!):

“Nichts ist grüner als Grün!”

“Nichts ist tödlicher als der Tod!”

„Nichts ist gaaliger als Van Gaal“

“Nichts ist klebriger, als die Brüder Schleck!”

“Nichts ist logischer als die Logik!”

“Nichts ist nördlicher als der Norden!”

(Anmerkung am Rande – wo wir als Kinder die Buchstaben aus der Buchstabensuppe aufzureihen pflegten – was ist unlogisch? Zu Ostern einen Western ansehn…..)

“Nichts ist…” (der Satz könnte von Camus stammen)

“Nichts ist nichtiger als das Nichts!”

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14 Kommentare leave one →
  1. 24. April 2011 21:08

    Frohe Ostern, @Hibouh!

    Ob ich meinen heutigen Zustand ebenfalls als „mellow“ bezeichnen würde? No idea!
    „Mellow“ klingt für mich mehr nach Herbst, wie z. B. in „Sesaon of mellow fruitfulness“, was nach irgendeinem Romantiker klingt.
    Gegooglet: Keats.
    Du (ok?)dachtest vielleicht eher an Donovan’s“ Mellow yellow“!?

    Aber Deine kleine „Nichtigkeit““set me thinking“ – und an all den englischen Einsprenkseln kannst Du auch schon erkennen, wohin die Reise geht.
    Also: warum und woher auch immer, ich „weiß“, daß „Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg.“ eine, in der Tat eine, Übersetzung des ursprünglich englischen Satzes „Nothings succeeds like success.“ ist.
    Gegooglet: zwei weitere Übersetzungen.
    „Ein Erfolg führt zum nächsten.“
    „Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg.“
    Kontextabhängig mag die eine wie die andere dieser beiden Varianten ganz passend sein – den stärksten Ausdruck transportiert aber wohl die von Dir zitierte.
    Gegooglet. Der Ursprung.
    In diesem Fall glücklicherweise genau zu verorten und zu datieren!
    Der Brite Sir Arthur Helps verwendete den Ausspruch 1868 in seinem Roman „Realmah“,
    wohl eine Art von „prehistoric fiction“, die durch die Entdeckung des „Neandertalers“ inspiriert worden sein soll.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Helps
    http://darkworlds21.blogspot.com/2011/01/cavemen-dinosaurs.html

    Es gibt aber natürlich eine Fülle von mehr oder weniger klugen Sätzen zum Thema „success“.
    Gegooglet.
    Winston Churchill: „Success is going from failure to failure without a loss of enthusiasm.“
    Bill Gates: „Success is a lousy teacher. It seduces smart people into thinking they can’t lose.“
    Und noch ganz viel mehr: http://en.wikiquote.org/wiki/Success, wovon noch eines wegen der relativen Bekanntheit des Satzes „If at first you don’t succeed, try, try again.“ hervorgehoben werden soll. Dieser Satz stammt von William Edward Hickson (1803 bis 1870) und der vollständige Zusammenhang lautet:
    ‚“Tis a lesson you should heed,
    Try, try again.
    If at first you don’t succeed,
    Try, try again.“

    Und da „die Briten“, die es natürlich genausowenig wie „den Islam“ gibt, dem Humor nicht völlig reserviert gegenüberstehen, auch nicht der Sorte, die nur zum schmerzhaft verzerrten Gesichtsausdruck führt, sei auch noch ein „corny old joke“ angemerkt – natürlich auch „gegooglet“:
    „Nothing succeeds like a parrot with no teeth.“
    Was man zum besseren Verständnis für unbegabte Phonetiker auch so schreiben könnte:
    „Nothing sucks seeds like a parrot with no teeth.“

    Und jetzt, lieber Hibouh, kannst Du den aktuellen Feiertagen entsprechend fragen:
    „Oh, my God, what did I do to deserve this!?“
    Und ich kann Dir ehrlich antworten:
    „Nothing!“

    Und eigentlich war das Ganze ja für Rainer Kühn, weswegen ich hier jetzt völlig deplatziert in der Gegend stehe und schleunigst wieder Kommentare suchen gehen werde.

  2. 25. April 2011 07:32

    Dear Sweetheart!

    Danke für das ausführliche gegoogle (muss ich das jetzt gross schreiben?). Hab überhaupt net viel nachgedacht („Nichts ist leerer als die Leere – im Hirn :-)), aber wohl – hast ganz recht – innerlich Donovan gehört. Der war grade „in“ als ich vor Urzeiten in England lebte…….
    Im Übrigen war ich der Kommaregeln net gewiss (leerer komma als?), dabei kam mir natürlich Uwe Theel in den Sinn.
    Also ebenfalls frohe Ostern! (wir feiern hier bloss den Geburtstag des Propheten. Zur Feier des Tages haben sie in Istanbul gegen den öffentlichen Kuss eines Liebespaares protestiert…….

    • 26. April 2011 08:54

      „Zur Feier des Tages haben sie in Istanbul gegen den öffentlichen Kuss eines Liebespaares protestiert…….“ Intoleranz darf öffentlich ausgelebt werden, der Liebe muss man sich schämen und sie – wie Osternester- verstecken.

      • 26. April 2011 11:33

        ja menno. ama umut var……

  3. 25. April 2011 18:35

    Hallo @Hibouh,
    für Kommaregeln bin ich leider nicht zuständig! Im Englischen ist das viel schöner und viel leichter: Kommata werden nach rhetorischen Gesichtspunkten gsetzt und sind quasi „hörbar“.

    Ich lese und staune: in der Türkei gibt es Proteste wegen eines öffentlichen Kusses eines Liebespaares!? Das ja vermutlich „noch nicht einmal“ schwul war!?
    Ich las in den letzten Wochen immer wieder, daß man bei den arabisch-nordafrikanischen Protestwellen die Türkei als“ demokratischen islamischen Staat“ mit Vorbildfunktion sieht.

    Aber mit sowas haben wir hier keine Probleme – und den Propheten feiern, das können wir hier auch:
    http://www.stern.de/panorama/trotz-protesten-radikal-islamistische-hassprediger-treten-in-frankfurt-auf-1677097.html

  4. 26. April 2011 02:10

    „Nichts ist das Rennrad ohne Eddy Merckx: the Cannibal, the Legend.“
    Und das schönste: Radrennen ist Teamwork!

    Freilich fährt Tomayer Hamburg-Berlin und zurück mehrmals im Jahr im Einzel, freilich würde Gremliza ihn locker dabei abhängen: Wichtig aber bleibt ganz konkret die Klammer im Heft, das ‚Sehr Gemischte Doppel‘. Und daß alle Speichen beisammen sind … wie ich schon mehrmals kontrollierend festgestellt habe. Mit dem Radl liest sich´s besser!

  5. 26. April 2011 11:24

    Fidel Che and Rainer Kühn like your status.
    on Friday
    *

    * 30 January at 18:20 · LikeUnlike · 1 personLoading…
    o
    Al Hamdulillah hihihi, i have one, so real hihihi 🙂
    09 February at 21:47 · LikeUnlike

    • 26. April 2011 18:21

      Hibouh, klär mich auf. Ich versteh’s nicht.

      • 28. April 2011 06:42

        Hab versucht, ein Bild über Tintin (Tim und Struppi) zu kopieren, heraus kam eine ewig lange Liste, woraus ich obiges entnahm. Warum? In the mood for copy & paste? Sorry 🙂

    • 27. April 2011 00:09

      Hibouh, ist das jetzt eine Bananenflanke???????????

      • 27. April 2011 08:00

        wir hatten in Bornreihe (Blau-Weiss) nen Rechtsaussen, der wurde „Flankengott“ genannt. Wie er in echt hiess, weiss ich net mehr. Aber wenn er breit war, redete er kein Wort mehr……

        • 28. April 2011 20:06

          Hieß er Rüdiger Abramczik oder wars noch der „Stan“ Libuda?

          • 29. April 2011 16:50

            du meinst den, der selbst Jesus umdribbelt? :-))

  6. 27. April 2011 07:58

    lach….hatte einen Rückfall und betrolle den Blog hihi (war ja schliesslich dereinst ein Leser von Rahab. Naja, die sexuellen Anspielungen muss ich noch lernen *g*)

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