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DLF-Morgenandacht: Stramm gestanden! Nachladen!

7. März 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

In der Morgenandacht des Deutschlandfunks vom 06.03.2017 zeigte die evangelische Kirche, vertreten durch die Pfarrerin Annette Bassler, wie sie mal wieder strammsteht und die geistliche Munition für die weltweit im Krieg befindliche Bundeswehr liefert.

Dienen in der Bundeswehr – eine junge Muslima habe ihr das stolz erzählt, dass sie das für „Deutschland“ täte – wobei sie eine „gebogene Nase und dunkle Augen“ und – Frau Bassler „ahnt“ es – eine „orientalische Herkunft“ habe. Toll. Sogar dunkeläugige und mit gebogenen Nasen geschlagene nicht arische Menschen, ja sogar Frauen dienen diesem wunderbaren Land, „mit strahlendem Lächeln und ohne weibliche Unterwürfigkeit“.

Von den Alpen bis zum Ural, von Mali, dem Sudan und dem Kongo, von Somalia bis Uganda, vom Kosovo, über Herzegowina bis nach  Afghanistan und Usbekistan, vom Horn von Afrika über Äthiopien bis zum Flotteneinsatz im Mittelmeer, überall mischt die angebliche Verteidigungsarmee mit, immer im „Einsatz gegen Terror“ und fremde Mächte wie…

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Skrupellos und unmenschlich

22. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich einmal nur noch drastische Worte finden kann über diese Elite, die hier – selbstverständlich legal und gewählt –  Assyl-und Bürgerrechte zunehmend aushebelt und es schafft, dass Menschen in Länder wie Afghanistan zurückgeschickt werden, in denen Folter, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind. Diese Elite handelt skrupellos und unmenschlich.

Obwohl es erst am 10. Januar 2017  mehrere Anschläge in Kabul mit vielen Toten gegeben hat, versteigt sich der Abschiebeminister deMaiziere zu der Behauptung, in „Teilen Kabuls“ gäbe es sichere Gebiete.

Ich wünschte mir, der Herr Innenminister ginge ohne seine Bodyguards nach Kabul und halte sich dort ein paar Wochen auf – wie groß wären wohl seine Befürchtungen um Leib und Leben?

Oder er ginge in den Norden Afghanistans, dort gäbe es ebenfalls sichere Gebiete. Nunja. Der Oberst Klein, der verantwortlich für den Tod von über hundert unschuldigen Zivilisten ist, ist ja nicht mehr…

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Kasperletheater oder: Wer wählte Steinmaier?

14. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Sie kapieren es nicht, sie können oder wollen es nicht kapieren, es ist ihnen auch egal und es geht ihnen am Arsch entlang. Die Bundesversammlung vom Sonntag mit dem bereits vorher feststehenden, bisher schlechtesten Außenminister der BRD, Steinmaier als Gewinner war erneut ein schlecht gespieltes Kasperletheater.

Das Beste daran zuerst: Der bisherige Präsident Guck, der  „im Sinne des Stasi-Unterlagengesetzes“ gerichtsfest als ein „durch die Staatssicherheit Begünstigter“ bezeichnet werden darf (Landgericht Rostock vom 22.07.2000) bleibt uns künftig mit seiner Scheinheiligkeit erspart.

Dafür wurde am 11.11. (um 11 Uhr 11?) 2016 im Bundeskanzleramt Frank-Walter Steinmaier von genau drei deutschen Politikern erwählt, ernannt, bestimmt und ausgekungelt:

  • Merkel, Gabriel und Seehofer waren die dort tagende Bundesversammlung.

Und Steinmaier, ein Mann ohne Skrupel, aber mit Nierenspende, steht für den hässlichen ideal-gesamtdeutschen Prototyp: Menschenrechte nach innen und außen sind ihm egal, das Geschäft der Rüstungsindustrie muss wie geschmiert laufen und unbotmäßige Regierungen werden destabilisiert und in…

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Entfesselter Lothar, maasloser Heiko

2. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

octopus-1220817_1280.pngIm Science-Fiction Thriller „Minority-Report“ wird auf beklemmende Weise geschildert, wie „Gefährder“ und ihre möglichen kriminellen Taten durch drei Hellseher erkannt werden.Namen von Täter und Opfer werden in Holzkugeln graviert. Auch der Zeitpunkt der zukünftigen Morde ist bekannt. Weiterhin kann die Polizei die Bilder ihrer Visionen heranziehen, um die (zukünftigen) Täter zu ermitteln. Diese werden verhaftet und ohne Prozess in „Verwahrung“ gebracht, einen künstlich herbeigeführten Zustand ständiger Bewusstlosigkeit.

Das ist Hollywoods Vorlage für die vom Bundeskabinett nun beschlossene Sicherheitsverwahrung durch elektronische Fussfesseln für „Gefährder“, also Menschen, die kein Verbrechen begangen haben aber denen die Polizei unterstellt, dass sie es tun könnten. 

Statt drei hellsehenden Medien setzt die Polizei bei der Einstufung von Menschen als Gefährder auf die Software „Radar“:

Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung werden seit einigen Monaten bereits verschiedene Landespolizeibehörden an einer Software geschult, die die Einstufung der Gefährlichkeit einer Person objektivieren soll. Das Programm heißt „Radar“…

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Mythologie des Alltags: der Teppich

10. September 2016
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Der Teppich stammt aus dem Osten. Als “Fliegender Teppich” gelangte er aber, wie auch Kaffee, weit in den Westen hinüber. Die übliche Erklȁrung für den Nutzen des Teppichs ist der Schutz vor Kȁlte, so wurde er sowohl am Boden ausgebreitet, als auch für Wȁnde, Türrahmen und den Diwan verwendet. Aber schon der Teppich als Sattel fürs Reittier und dann der Gebetsteppich – sowie andere zeremonielle Teppiche – weisen über den einfachen Nutzen hinaus. Ich vermute, der Teppich ist die erste Abgrenzung vom universalen Erdreich, er macht die Jurte erst zum Stammesbesitz, zum Sippeneigentum, zum Familienzelt. Was mit einem Teppich bedeckt ist, muss heilig sein? Ganz besondere – hier meist geometrische – Muster sind in ihn eingeknüpft oder – gewebt, vielleicht ist es die Geschichte der Menschheit auf ihrem Weg zur Individualisierung? Aber wir lesen den Teppich nicht wie ein Buch mit Auge und Ohr, wir lesen ihn mit den Füssen! In jedem Fall ist er ein ganz entscheidendes Attribut menschlicher Kultur.

Von Frauen und Mȁdchen gestaltet und gefertigt – die Mȁnner sitzen derweil im Kaffeehaus auf selbigen – ist jedes einzelne Teppichmuster traditionell vorgegeben und über Jahrhunderte gleichgeblieben. Penelope allerdings trennt das tagsüber gefertigte – auch da sitzen die “Freier” derweil im Kaffehaus, der Mann Odysseus ist weit weg mit der Eroberung Trojas und der Erfindung des Würfel- und Brettspiels beschȁftigt – über Nacht wieder auf. Der Beginn einer Individualisierung wird da vorgezeichnet……

Doch halt! Erstmal das Paar und erst dann die/der Einzelne:

Ein alter Tibetteppich

Deine Seele, die die meine liebet,
Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.

Strahl in Strahl, verliebte Farben,
Sterne, die sich himmellang umwarben.

Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit,
Maschentausendabertausendweit.

Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron,
Wie lange küßt dein Mund den meinen wohl
Und Wang die Wange buntgeknüpfte Zeiten schon?

(Else Lasker-Schüler)

Aber auch der Westen braucht Teppiche. Schon zu Beginn der Neuzeit gilt der Teppich als Luxussymbol, er wird bis ins fernste Ozeanien hinein (mit Zwischenlager etwa in der Hamburger Speicherstadt) gehandelt. Noch immer werden die Busse voller Touristen hier nicht nur zu den Ausgrabungen von Ephesus, sondern danach auch zu einem Teppichgrosshandel gekarrt.

hali

Also (Achtung, Klischee!): Mȁnnlicher, westlicher Verstand bringt uns Aufklȁrung und Wissenschaft (Die gesamte wissenschaftliche Publikation aller muslimischen Lȁnder reicht nicht an die von nur einem “westlichen” Land heran). Der Osten aber ist mit den Füssen weise J

Ein Orientale würde zu westlichen Intellektuellen und Wissenschaftlern “die heben ja ab in ein Wokenkuckucksheim” sagen, und würde ihnen raten “auf dem Teppich zu bleiben”.

siehe auch:

https://remainsofthedayblog.wordpress.com/2016/09/10/mythologie-des-alltags-der-teppich/

 

Militarismus und Nationalismus: UEFA-EM

22. Juni 2016

Vorwärts und nicht vergessen!

soccer-34248_1280.pngEM-Krawalle breiten sich aus, meldete die Presse und: Fünf Verbände stehen unter Beobachtung, weil sich ihre „Fans“ besonders schlimm aufführen würden. Das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit, denn die UEFA selbst schürt seit Jahren den Nationalismus und sorgt mitsamt Presse und Fernsehen dafür, dass der Fussball sich nicht völkerverbindend, sondern in Nationalsiegen oder Niederlagen auf dem Spielfeld und drumherum definiert.

„Stimmungsvolle Nationalhymnen“ werden wir hören, schmachtete Tom Bartels gestern beim Spiel Nordirland-Deutschland in sein Mikrofon und: Wie immer könne man den Inhalt der Nationalhymnen auf Videotext mitlesen (und mitgrölen?)  Und im Vorfeld wird der unsäglich-unerträgliche deutsche Schlagersänger Grönemeyer mit seiner mehlig-abgehackten Stimme vor die Kameras geführt und darf dort dann hoffen, dass die Nordiren unserer Mannschaft  „nicht so schlimm auf die Knochen gehen“. Der Mann hat ja auch gar keine Vorurteile. Seine selbst auferlegten Denkbarrieren fangen schon mit den billigsten Schubladen, die man im Hirn hat, an, nämlich…

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Ehre weiblich und Ehre mȁnnlich

1. Juni 2016
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Zu allen Zeiten konnten Mȁnner im Kampf viel Ehre gewinnen. Nur ein Feigling weigert sich, zu kȁmpfen oder desertiert aus der Armee. In den Krieg zu ziehen aber war und ist ehrenhaft (siehe Kriegsgefallene und deren Grȁber oder Denkmȁler – in Hamburg sah ich eines aus dem Ersten Weltkrieg: “Deutschland muss leben – und wenn wir sterben müssen!”). Warum ziehen Mȁnner in den Krieg? Um ihre Frauen und Kinder zu schützen.

Frauen aber kȁmpfen nicht. Sie kochen Linsensuppe. Ihre Ehre liegt nicht in Kampf und Krieg, sie ist – zwischen ihren Beinen. Unter allen Umstȁnden sollten sie treu sein. Oh Unglück, wenn ein Liebhaber gefunden, oh Katastrophe, wenn daraus eine Schwangerschaft entsteht! Ein solches Weib muss sterben. Am besten von eigener Hand oder der des Bruders. Ich rede gerade nicht von der Steinzeit. Leider ist diese Mentalitȁt durchaus auch im Heute verbreitet. In den 60ern des 20. Jahrhundets galt es in Deutschland noch durchaus als Schande, ein uneheliches Kind zu haben. Und wir wissen alle von Ehrenmorden….

Die Frauen und Töchter des Feindes aber zu vergewaltigen, ist natürlich in Ordnung.