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Terror: Sinnlos-dämliche Trauerrituale

5. Juni 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Ein dauer-dämliches Staatsgetrauer angesichts sich häufender schrecklicher und sinnloser Gewalt durch Islamisten in Paris, London, Manchester, Madrid, Moskau und Berlin spielt sich seit Jahren in immer gleichen Akten ab:

Erster Akt:Wir sind alle Charlie Hebdo, Madrilenen, Pariser, Berliner, Londoner oder Russen.“

Zweiter Akt:Wir strahlen Eiffelturm, Brandenburger Tor oder den Big Ben in den jeweiligen Landesfarben des gerade von Terror betroffenen Landes an.“  – Mit Ausnahme der Russen. Die werden (anlässlich von Terroranschlägen in Moskau etc.)  nicht bei uns illuminiert.

Dritter Akt:Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen und gehen jetzt erst recht in Stadien und Rockkonzerte und demonstrieren damit, wie mutig wir gegen den Terror sind.“ –   Gleichzeitig lassen wir uns Chips implantieren, sind für die totale Video-Überwachung, finden immer mehr Polizei auf den Strassen supertoll und glauben der BILD, dem Klaus Kleber, den Toten Hosen und dem Maiziere, dass wir frei…

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SPD: Flasche leer oder: Macht endlich eine linke Politik!

15. Mai 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Der Absturz bei der NRW-Wahl war vorhersehbar – eine inhaltsleere SPD, die auf Hannelore Kraft als einzigem Plus setzte, verlor die Wahl gegen eine thematisch aufgestellte Opposition, die sich die von ihr selbst geschürte Angst der Bevölkerung vor Fremden und vor Kriminalität ebenso zum Thema machte wie die überall fehlschlagende Inklusion behinderter Kinder und die G8-Turbo-Gymnsasien.

Und so wurde in den diversen Talk-Runden anschliessend genüsslich darauf verwiesen, dass die SPD statt sozialer Gerechtigkeit doch lieber in das Scharfmacherlager der Bürgerrechts-Abbauer, Überwachungsfanatiker und Vorurteilsschürer wechseln sollte – mal davon abgesehen, dass ein Großteil der SPD-Funktionäre (besonders der Justizminister Maaß) dort schon lange mitmacht, ist das genau der falsche Weg, der als das von den Medien vorgegebene Thema nun aufzugreifen wäre.

Ein Großteil der Parteispitze hat sich bis dato schon lange mit einer Weiterführung der großen Koalition anrrangiert, sie haben dort alle ihre Pöstchen, Ämter und Bundesverdienstkreuze und sind sich nicht…

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Zeit für Selbstgerechtigkeit

26. April 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Während Martin Schulz die „Zeit-für-Gerechtigkeit-Ära“ ausgerufen hat wird immer deutlicher, dass der neue Hoffnungsträger der Sozis alles Andere als ein Kämpfer für (Mit)menschlichkeit, Humanismus und Frieden in der Welt ist. 

Vielmehr kann er sich rühmen, mit noch schlimmeren Formulierungen als der Bürgerrechteabbauminister de Maiziere aufwarten zu können. – So ging er gestern  in der Frage von Abschiebungen afghanischer Flüchtlinge auf Distanz zum schleswig-holsteinischen SPD-Ministerpräsidenten Torsten Albig.

Dessen Haltung, dass das Küstenland vorerst keine Menschen mehr zurückschicke, weil die Lage in Afghanistan als zu unsicher eingeschätzt werde, sei sehr nobel: „Sie zeigt, dass er ein Mann ist, der geprägt ist von tiefer Humanität. Das ehrt ihn“, sagte Kanzlerkandidat Schulz am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt in Eckernförde. Die Bundes-SPD müsse jedoch beachten, welche innerstaatlichen Fluchtalternativen es am Hindukusch gebe.

„Innerstaatliche Fluchtalternativen“ – Das ist so ziemlich das Schlimmste, was ich bisher an Wortschöpfungen aus Kreisen der großen Koalition gehört habe.  Wenn also…

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Stellungnahme zum Referendum in der Türkei am 16.4.:

18. April 2017

Ich habe mit abgetimmt. Dreimal dürft ihr raten, was. Ich überlege, die nȁchsten Gelegenheiten zu boykottieren. Ein autoritȁres System wird man nie durch Wahlen beseitigen können. Auch dieses Referendum riecht nach Fȁlschung. 1. fiel es ȁusserst knapp aus. 2. wurden die Wahlregeln mitten im Prozess geȁndert. 3. liegen mir von vorhergehenden Gelegenheiten Beweise für Fȁlschungen vor, in diesem Fall werden sie wohl kaum ausgeblieben sein.

Meines Erachtens ist das Prȁsidialsystem abgelehnt worden, auch wenn das offizielle Ergebnis anders aussieht und die Herrschenden es gnadenlos ausnützen werden

Aber es braucht erst gar keine Fȁlschungen bei dieser vorangegangenen Kampagne. Die “Nein”-Sager wurden überall behindert. Auf allen Staatssendern und –medien wurde ununterbrochen zu “Ja” aufgefordert. Der Opposition wurde kaum Raum in TV und Medien gegeben. Alle Staatsgelder, Transportmittel, Reklameflȁchen, öffentlichen Plȁtze wurden der “Evet”-Kampagne vorbehalten. Es herrscht Krieg im eigenen Land und Ausnahmezustand. Im Osten sind über eine halbe Million Leute obdachlos, weil ihre Hȁuser zerstört wurden; sie konnten nicht abstimmen, weil dazu eine Adresse nachgewiesen werden muss.

War das Referendum demokratisch?

Zur Demokratie gehört nicht nur die Wahlurne, sondern auch unabhȁngige Information (Bildung wȁre wohl die beste Information), ein unabhȁngiges Justizsystem, eine gewisse Chancengleichheit und ein Abstimmen ohne Angst, Druck, Erpressung oder Zukunftssorgen. Bestechung darf schon überhaupt nicht sein.

Was davon war hier gegeben?

Unsere Provinz Muğla hat mit 69% mit “nein” gestimmt, die Kreisstadt Bodrum mit etwa 80%. Überhaupt hat die gesamte Küstenregion (bis auf die Schwarzmeerküste, aber davon gleich) das Prȁsidialsystem abgelehnt. Das ist eigentlich ein Phȁnomen. Was ist am Meer anders als im Innern Anatoliens? Macht Wasser intelligent?

Das Schwarze Meer (siehe Namen) stimmt traditionell rechts. Doch diesmal scherten die Provinzen Ardahan, Artvin und Zonguldak aus und stimmten mit “nein”. Die übrige Schwarzmeerküste ist ein Phȁnomen. Gerade eben kehrte unser Nachbar aus Tirebolu zurück und berichtete, es gȁbe dort weder Haselnüsse (traditionelles Hauptexportmittel) noch Wasser mehr….und trotzdem stimmen die für Tayyıp!

Nun zu Deutschland und Europa: die dortigen Türken waren bekanntlich wahlberechtigt. In Deutschland stimmten 62% mit “ja”, in den übrigen europȁischen Lȁndern sah es nicht viel anders aus.

Ich bin als (auch)Schweizer in der Heimat stimmberechtigt. Regelmȁssig bekomme ich Dokumente zugeschickt. Dort geht es etwa darum, ob im Dorf Barzheim vor dem Rössli eine Strassenlaterne aufgestellt werden soll. Das können aber selbst die Leute im Kantonshauptort Schaffhausen nicht beurteilen, geschweige denn die Genfer oder Basler…Die Gemeinde muss das wissen! Ich habe deshalb mit diesen Fernwahlen und –abstimmungen aufgehört. Kann diese Dinge von hier aus nicht beurteilen. Aber mit welchem Recht masst sich ein Türke aus Eimsbüttel an, darüber zu bestimmen, ob wir hier einen allmȁchtigen Prȁsidenten brauchen oder nicht? Taktlos ist das.

DLF-Morgenandacht: Stramm gestanden! Nachladen!

7. März 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

In der Morgenandacht des Deutschlandfunks vom 06.03.2017 zeigte die evangelische Kirche, vertreten durch die Pfarrerin Annette Bassler, wie sie mal wieder strammsteht und die geistliche Munition für die weltweit im Krieg befindliche Bundeswehr liefert.

Dienen in der Bundeswehr – eine junge Muslima habe ihr das stolz erzählt, dass sie das für „Deutschland“ täte – wobei sie eine „gebogene Nase und dunkle Augen“ und – Frau Bassler „ahnt“ es – eine „orientalische Herkunft“ habe. Toll. Sogar dunkeläugige und mit gebogenen Nasen geschlagene nicht arische Menschen, ja sogar Frauen dienen diesem wunderbaren Land, „mit strahlendem Lächeln und ohne weibliche Unterwürfigkeit“.

Von den Alpen bis zum Ural, von Mali, dem Sudan und dem Kongo, von Somalia bis Uganda, vom Kosovo, über Herzegowina bis nach  Afghanistan und Usbekistan, vom Horn von Afrika über Äthiopien bis zum Flotteneinsatz im Mittelmeer, überall mischt die angebliche Verteidigungsarmee mit, immer im „Einsatz gegen Terror“ und fremde Mächte wie…

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Skrupellos und unmenschlich

22. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich einmal nur noch drastische Worte finden kann über diese Elite, die hier – selbstverständlich legal und gewählt –  Assyl-und Bürgerrechte zunehmend aushebelt und es schafft, dass Menschen in Länder wie Afghanistan zurückgeschickt werden, in denen Folter, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind. Diese Elite handelt skrupellos und unmenschlich.

Obwohl es erst am 10. Januar 2017  mehrere Anschläge in Kabul mit vielen Toten gegeben hat, versteigt sich der Abschiebeminister deMaiziere zu der Behauptung, in „Teilen Kabuls“ gäbe es sichere Gebiete.

Ich wünschte mir, der Herr Innenminister ginge ohne seine Bodyguards nach Kabul und halte sich dort ein paar Wochen auf – wie groß wären wohl seine Befürchtungen um Leib und Leben?

Oder er ginge in den Norden Afghanistans, dort gäbe es ebenfalls sichere Gebiete. Nunja. Der Oberst Klein, der verantwortlich für den Tod von über hundert unschuldigen Zivilisten ist, ist ja nicht mehr…

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Kasperletheater oder: Wer wählte Steinmaier?

14. Februar 2017

Vorwärts und nicht vergessen!

Sie kapieren es nicht, sie können oder wollen es nicht kapieren, es ist ihnen auch egal und es geht ihnen am Arsch entlang. Die Bundesversammlung vom Sonntag mit dem bereits vorher feststehenden, bisher schlechtesten Außenminister der BRD, Steinmaier als Gewinner war erneut ein schlecht gespieltes Kasperletheater.

Das Beste daran zuerst: Der bisherige Präsident Guck, der  „im Sinne des Stasi-Unterlagengesetzes“ gerichtsfest als ein „durch die Staatssicherheit Begünstigter“ bezeichnet werden darf (Landgericht Rostock vom 22.07.2000) bleibt uns künftig mit seiner Scheinheiligkeit erspart.

Dafür wurde am 11.11. (um 11 Uhr 11?) 2016 im Bundeskanzleramt Frank-Walter Steinmaier von genau drei deutschen Politikern erwählt, ernannt, bestimmt und ausgekungelt:

  • Merkel, Gabriel und Seehofer waren die dort tagende Bundesversammlung.

Und Steinmaier, ein Mann ohne Skrupel, aber mit Nierenspende, steht für den hässlichen ideal-gesamtdeutschen Prototyp: Menschenrechte nach innen und außen sind ihm egal, das Geschäft der Rüstungsindustrie muss wie geschmiert laufen und unbotmäßige Regierungen werden destabilisiert und in…

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